Aktuell:

ECHSENHAUS
Ein Hausgrundstück in Olsberg-Antfeld im Sauerland

Das Echsenhaus
Ein Transformationsprozess

Das Echsenhaus: Dessen vollständige Verkleidung mit Schieferschindeln gleicht der Schuppenstruktur von Echsenhaut.
Das Alter von 163 Jahren und die Verwilderung in den letzten Jahrzehnten verleihen dem Haus die Anmutung einer eigenständigen und fremdartigen Lebensform.
Der im Mai 2023 verstorbene, sich als Eigentümer wähnende Pächter hauste wie ein Messie mit wilden Tieren im ganzen Haus, im Anbau und in der Scheune. Er stand als antimodernistischer Katholik und Reichsbürger in heldenhafter Fundamentalopposition zur verdorbenen Welt der teuflischen Eliten a.k.a. Echsenmenschen und ihrer Sklaven. Als Wagenburg entlang der Straße und auf dem gesamten Gelände hortete der Mann alte russische Militärfahrzeuge, die über die Jahre mit Flora und Fauna verwuchsen und wie versteinerte oder noch schlafende große Echsen ihrer Zukunft harren.
Einst der schönste Hof im Dorf, mutierte er zum „Schandfleck“. Eine erneute Verwandlung steht an. Manche Echsen streifen ihre Haut in einem Stück ab, andere häuten sich stückweise über einen längeren Zeitraum.
(Text vom Juni 2023)

Projekt

Gesucht wurde ein Käufer, eine soziale Projekt-Investorin, eine Bau-/Hausprojektgruppe, ein Hausverein … für das Grundstück (2.194 qm) mit einem denkmalgeschützten Bauernhaus von 1870 – in Olsberg-Antfeld im Hochsauerland.

Im Rahmen der angezeigten „Bauwende“ können Denkmalschutz und Nachhaltigkeit neu zusammengedacht werden. Es gibt viele Möglichkeiten der Entwicklung des Hausgrundstücks, beispielsweise:
– ein grundlegender schöner Masterplan für das gesamte Hausgrundstück
– das geschützte Wohnhaus könnte mit einem neuen bzw. erneuerten Anbau nach und nach denkmalgerecht saniert und an neue Nutzungskonzepte angepasst werden (Entwürfe in Bildergalerie „Anbau“)
– ein Hausverein könnte mit Unterstützung der Kommune und einem Landesförderprogramm ein Kulturprojekt entwickeln (Beispielhaft siehe Ideenskizze zum Download unten)
– ein genossenschaftliches Hausprojekt mit einem Naturgarten, einer Tiny Farm …
– …

Neben baurechtlichen Entwicklungen für einfacheres klimagerechtes Bauen (z.B. „Gebäudetyp E“) gibt es verschiedene Unterstützungsleistungen für den Erhalt von Denkmälern in NRW. Bis zu 90% der Sanierungskosten können steuerlich abgesetzt werden.
Das staatliche Förderprogramm „Jung kauft Alt“ unterstützt Einzelpersonen oder Familien beim Kauf und der energetischen Erneuerung eines sanierungsbedürftigen Hauses.
Es gibt Landesförderprogramme für gemeinwohlorientierte Hausprojekte und deren Ausbau im Bestand.
Information und Beratung für Hausprojekte: wohnprojekte-portal.de / wbb-wohnprojekte.de; Zukunftsorte.Land; Mietshäuser Syndikat …
Mit dem Bau-Turbo Kommunal gibt es eine neue Initiative, die Städe und Gemeinden bei einer schnellen, nachhaltigen und sozial gerechten Bauentwicklung unterstützen will.

Aktuell

Das Hausgrundstück befindet sich im Verkauf und ein neuer großer Schritt für seine Transformation wird unternommen.
Das ECHSENHAUS-Projekt wird sich neu definieren und die Webseite wird sich entsprechend verändern.

Über Interesse freue ich mich.
Ute Klissenbauer (ute.klissenbauer@t-online.de)
August, 2026

Vergangene Aktivitäten

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Am 24. November 2025 hatten wir einen Ortstermin mit dem neuen Bürgermeister von Olsberg, dem Leiter des Bauamtes und einem Stadtrat für Antfeld, um unsere Hausprojekt-Idee und einen Antragsentwurf für das Landesförderprogramm „Heimat-Zeugnis zu besprechen. Die vorgestellte Projekt-Idee „ECHSENHAUS – Ein Bauernhof im Sauerland als kulturelles Transformationsprojekt“ (siehe Download „Ideenskizze …“ unten) wurde positiv aufgenommen und die Voraussetzungen für eine gemeinsame Antragstellung diskutiert. Die Frage nach der Eigentümerschaft konnte jedoch nicht gelöst werden. Die Stadt möchte keine neuen Immobilien erwerben, und einen entsprechend interessierten Käufer, eine Investorin (möglicherweise ein Verein) gibt noch nicht …
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Am 14. September 2025 luden wir zum bundesweiten „Tag des offenen Denkmals®in das denkmalgeschützte Fachwerkbauernhaus ein. Gleich um 15 Uhr kamen die ersten Besucher und Besucherinnen aus Olsberg und Umgebung. Alle Räume des Bauernhauses und einige des angebauten Wirtschaftsgebäudes konnten besichtigt werden. Es gab eine Ausstellung von historischen Fotos zum Haus sowie eine Dokumentation der Räumungs- und Instandhaltungsmaßnahmen seit 2023 bis heute per Beamer-Projektion zu sehen.
An diesem Tag konnten an alter bäuerlicher Bau- und Lebenskultur interessierte Menschen erwartet werden. Es wurde ein sehr schöner, heiterer Tag mit vielen interessanten Gesprächen. (Pressemitteilung/Einladung)
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Am 5. Juli 2025 luden wir zu einem „Tag der offenen Tür“ ein. Im fünften Jahr nach der Übernahme des Hofes hießen wir alle interessierten Menschen willkommen. Es gab eine Ausstellung historischer Fotos und eine Projektion von über 1000 Fotos aus der ersten Räumungsphase in 2023. Viele Besucher und Besucherinnen kannten das Haus und seine Geschichte, hatten es jedoch entweder noch nie oder seit Jahrzehnten nicht mehr betreten. Besonders eindrücklich war der Besuch von einigen Mitgliedern/Nachfahren der alteingesessenen Familie, die das Haus 1870 gebaut hatte. (Einladungs-Flyer)
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Im September 2023 luden wir zusammen mit dem Ortsheimatpfleger die Stadträte für Antfeld, den Ortsvorsteher und einige interessierte Bewohnerinnen Antfeld zur Haus-Besichtigung und zu einem Gespräch über Perspektiven für das Haus ein.
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Nach dreißig Jahren der Vernachlässigung durch einen Messie-Pächter und nach über zwei Jahren eines Einigungsversuchs mit ihm ist das Hausgrundstück seit Februar 2023 für uns begehbar.
Das Wohnhaus wurden inzwischen vollständig auf-/geräumt. Im Anbau lagert noch sortiertes Material. Die vielen auf dem Gelände gehorteten russischen Militärfahrzeuge (Ural, Zil, Gaz, Ifa), alten BMWs und landwirtschaftlichen Vehikel sind abtransportiert worden – bis auf zwei in einer kleinen Baum- und Strauchgruppe stehende alte Heuwagenanhänger.

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Kurz-Exposé für Kaufinteressierte

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Ideenskizze für eine Kulturprojekt-Initiative

Das linke Grundstück im laufe der letzten Jahre:

Objektbeschreibung

Das Hausgrundstück Oberdorf 10 war vormals ein Bauernhof, zeitweilig mit einem Pensionsbetrieb. Es hat eine Gesamtgröße von 2.194 qm. Ungefähr in seiner Mitte befindet sich ein denkmalgeschütztes Wohnhaus (ca. 110 qm Grundfläche) mit zwei angeschlossenen – nicht denkmalgeschützten – Wirtschaftsgebäuden (ca. 130 qm).

Das Grundstück liegt im 1975 eingemeindeten Ortsteil Antfeld der Stadt Olsberg (59939) im Hochsauerlandkreis in Nordrhein-Westfahlen. Es liegt am Ortsrand in unmittelbarer Nachbarschaft zum Schloss derer von Papen. Die touristisch attraktive Gegend umgeben von Naturparks und Wintersportzentren wie Winterberg lädt u.a. mit dem nahgelegenen Ruhrtalradweg und dem Rothaarsteig zu schönen Ausflügen und sportlichen Aktivitäten ein.

Antfeld hat mit drei Buslinien eine ÖPNV-Verkehrsanbindung an die Stadtzentren in Olsberg und Brilon – jeweils von dort gibt es direkte Regionalbahnverbindungen in Richtung Arnsberg, Hagen und Dortmund oder Kassel. Die Autobahn A46 hat eine Anschlussstelle in Olsberg.

Seit 2019 hat Antfeld einen Hochleistungsanschluss (Breitbandnetz) ans Internet. Im Februar 2024 wurde der Wohnort mit der leistungsstarken Glasfasertechnik versorgt und seit Mai 2025 ist ein Glasfaser-Anschluss (FTTH) für das Haus beantragt.

Das Grundstück

Auf der Flurkarte (nebenstehend, bzw. nachfolgend) beinhaltet das Grundstück in der Gemarkung Antfeld Flur 4 die Flurstücke 26, 332, 180, 189, 190 und 205.

Das Grundstück erstreckt sich vom Haus aus gesehen links entlang der Straße „Oberdorf“ und rechts hinter dem Haus. Vor dem Wohnhaus und über einen überbauten Durchgang hinter der Scheune sind die Grundstücksteile miteinander verbunden.
Es handelt sich um erschlossenes Bauland, das allerdings die Berücksichtigung bestimmter Kriterien nach §34 des Baugesetzbuches erfordert. „Ein Bauvorhaben ist dann zulässig, wenn es sich nach Art und Maß der baulichen Nutzung, der Bauweise und der Grundstücksfläche, die überbaut werden soll, in die Eigenheit der näheren Umgebung einfügt.“ Die Umgebung ist als Mischgebiet gemäß §6 Baunutzungsverordnung eingestuft. Dir Firsthöhe der Umgebungsbebauung entlang der Straße muss berücksichtigt werden. Ferner sind gemäß Bauordnung NRW Grenzabstände zur Nachbarbebauung einzuhalten. Ein Bebauungswunsch sollte skizziert werden und zur Überprüfung beim Bauamt vorgelegt werden.
Die zur weiteren Klärung eingereichten Bebauungspläne, welche unten in der Fotogalerie „Anbau“ vorgestellt werden, erhielten im Juli 2024 seitens des Bauamtes die Bestätigung, „dass das gemeindliche Einvernehmen bei einer Bauvoranfrage oder einem Bauantrag erteilt werden könnte.“
Auch der Bebauungsplan eines Kaufinteressenten für einen großen Teil des linken Grundstücks wurde positiv beschieden. Gerne stellen wir den Kontakt zu diesem Kaufinteressenten her.

Auf dem Grundstück befindet sich ein Restbauernhof mit einem denkmalgeschützten Wohnhaus von 1870 und zwei angeschlossenen, nicht denkmalgeschützten und stärker sanierungsbedürftigen Wirtschaftsgebäuden von 1926 (ein Anbau links am Haus und eine nach Hinten anschließende Scheune).

Es findet sich ein Baumbestand von drei großen, ungefähr 80 Jahre alten, gesunden Fichten rechts hinter dem Wohnhaus und von einigen unterschiedlich alten Laubbäumen wie Ahorn, Linde, Weide, Eberesche …
(Einige Bäume auf dem linken Grundstückbereich wurden vom ehemaligen Pächter in die Konstruktion von zum Teil noch bestehenden Unterständen für die von ihm gehorteten alten Militärfahrzeuge einbezogen. Das gesamte Gelände wurde noch bis Mai 2024 als Abstellfläche für diese Fahrzeuge sowie für landwirtschaftliche Vehikel genutzt. Inzwischen fanden umfangreiche Räumungsarbeiten auf dem Gelände statt, und bis auf zwei Heuwagenanhänger sind alle Vehikel entfernt worden.)

Noch bis in die 1980er Jahre wurden auf dem linken Teil des Grundstücks im 1989 weitgehend abgebrannten Stall-Anbau bis zu 30 Kühe und in der Scheune einige Schweine gehalten.
Der südliche, sich noch rechts hinter dem Wohnhaus erstreckende Bereich des Grundstücks mit den drei hohen Fichten wurde als idyllischer Garten mit Bänken und Springbrunnen ausgestattet und zeitweilig auch von Pensionsgästen genutzt (siehe „Historische Fotos“ unten).

Das Haus

Das seit 1991 unter Denkmalschutz stehende mit Schieferschindeln verkleidete dreigeschossige Hauptgebäude ist ein Fachwerkbauernhaus aus dem Jahr 1870. Es hat eine Gesamtwohnfläche von ca. 300 qm und eine klare klassische Raumaufteilung mit einem soliden Treppenaufgang, geräumigen Fluren und 14 unterschiedlich großen Räumen.
1926 wurde das Wohnhaus um ein Wohnstallhaus ergänzt. Dieser Anbau beinhaltete einen Stall für Rinder, ein Heuboden, eine Werkstatt und damals auch moderne sanitäre Anlagen. Um im Wohnhaus Zugänge zum Anbau und den dort erstmals entstandenen Bad- und Toiletten-Räumen zu schaffen, wurden damals im 1. und 2. OG Zwischenwände gezogen und schmale Durchgangsflure mit Zugängen in den Anbau eingerichtet (siehe Grundrisse weiter unten).

Aufgrund der jahrzehntelangen Vernachlässigung weist das Wohnhaus einen sanierungsbedürftigen Zustand auf. Diverse Fragen der Instandhaltung und -setzung wurden bereits mit der Unteren und der Oberen Denkmalbehörde bei Ortsterminen besprochen.

Das Dach wurde nach einem Brand im Jahr 1944 erneuert und der Zugang zum Dachstuhl vom Wohnhaus in den Anbau verlegt. Mitte 2023 wies das Dach über den Gauben undichte Stellen auf, die sogleich provisorische repariert wurden.
Das Mauerfachwerk des Hauses ist augenscheinlich intakt.
Die schönen alten Türen, Fenster und Parkett- und Dielenböden sind sehr unterschiedlich gut erhalten.
Die zweiflügelige denkmalgeschützte Haupteingangstür wird zu ihrem Schutz derzeit wenig bewegt, als Hauszugang wird vorwiegend das Tor im Anbau benutzt.

Wasser und Strom bezieht das Haus über Anschlüsse im abbruchreifen Anbau. Die – desolaten – sanitären Anlagen befinden sich auch im Anbau, ebenso im Keller eine marode Ölheizungsanlage sowie ein Gasanschluss.

Als Wohnhaus eines großen Bauernhofs errichtet, barg das Hauptgebäude vormals auch die Poststelle Antfelds, wovon viele alte Fotos und noch ein einseitig sichtbares Schalterfenster in einem Raum zum Flur im Erdgeschoss zeugen.
Nach dem zweiten Weltkrieg führte die alteingesessene Bauernfamilie Kraft im Haus auch einige Jahre eine Pension mit mehreren Gästezimmern – dies zeigt sich noch immer an der Nummerierung von neun Zimmertüren (Zi. 1-9). Auch einige alte Ansichtskarten bewerben die „Pension Kraft“ (siehe unten Bildergalerie „Historische Fotos“).

Seit den 1980er Jahren wurde das Haus dann nur noch von dem alleinstehenden Mitglied der Bauernfamilie, B. Kraft, bewohnt.
1992 wechselte das Hausgrundstück den Besitzer und wurde an den Bewohner verpachtet.
Bei der Übernahme durch die Erbinnen im Februar 2023 waren die Räume auf chaotische Weise voll- und mitunter buchstäblich zugestellt mit Lebensmittlen und Hausrat aller Art sowie mit rechtem religiösem, politischem und militärischem Kulturgut aus zwei Jahrhunderten. Im Keller hortete der vormalige Pächter und Prepper Soldatenverpflegungspackungen und Brot-Dosen aus den 1980er Jahren und in mehreren großen Tiefkühltruhen Fleisch, Fisch und Butter. Die Küche, der Hauptwohnraum des Pächters, bot ein Anblick des Elends.
Inzwischen ist das gesamte Haupthaus vollständig aufgeräumt.

Anbau und Scheune

Die links am Haupthaus angeschlossenen Wirtschaftsgebäude – ein Anbau (vormals ein Wohnstallhaus) und eine Scheune (ca. 250 qm Gesamtfläche) – sind in einem recht desolaten Zustand. Das Mauerwerk war seitlich links teilweise nach außen offen, diese Stellen wurden gesichert. Zwischen den Jahren 2023/24 wurde das Dach zur Straße hin mit einer Plane gegen Wind, Regen und Schnee gesichert. Die Gebäude wurden inzwischen fast vollständig geräumt.

Der Anbau und die Scheune stehen nicht unter Denkmalschutz und können bei Bedarf abgerissen werden. Eine Abrissgenehmigung der Unteren Denkmalschutzbehörde liegt vor. Ein neuer Bebauungswunsch sollten vorab mit dem Bauamt hinsichtlich bestimmter Kriterien (§ 34 BauGB) abgestimmt werden. Exemplarische, vom Bauamt bestätigte Entwürfe für einen möglichen Neubau finden sich unten in der Bildergalerie „Anbau“.

Bei dem Anbau handelt es sich um ein historisierendes Fachwerkgebäude von 1926. Es steht nicht unter Denkmalschutz.
Über dem Eingangstor auf einem Querbalken befindet sich mittig ein Familienwappen und im sauerländischem Plattdeutsch steht geschrieben: „VEIER JOHRE BLAUT UN DAUD, ACHT JOHRE VULL JOOMER UN NAUT, OHÄRGUATT LOOTT NIU BIÄTTERGOHN JN GNODEN OCK DÜT HIÜS BESTOHN“.
Mittig über dem Schriftzug ist eine Nische im Mauerwerk, in welcher eine beleuchtete Madonna stand – bis der Wind sie im Herbst 2023 herunterriss.
Der Anbau ist der Restbau eines längeren Wohnstallhauses, dass entlang der Straße Oberdorf 10 verlief und in welchem u.a. noch in den 80er Jahren ca. 30 Kühe gehalten wurden.
Am 31. Juli 1989 zerstörte ein Brand einen großen Teil des ursprünglichen Anbaus. Die Brandmauer des verbliebenen Gebäudeteils wurde links nach außen verschlossen, die innere Verbindung des Anbaus mit dem Haupthaus durch Flurgänge auf allen Geschossebenen blieb erhalten.
Der Anbau ergänzt das Wohnhaus mit – inzwischen völlig desolaten – sanitären Anlagen im 1. und 2. OG, mit einer großen Werkstatt im EG, mit Wasser- und Stromanschlüssen sowie mit einer Ölheizanlage im Keller, in dem sich auch ein Gasanschluss und ein großer Milchtank befinden.
Die schadhafte Heizanlage musste nach der Inbesitznahme abgestellt, der Schornstein abgetragen und verschlossen werden.
Der Eingangsbereich des Anbaus führt über eine Werkstatt nach hinten hinaus in die Scheune und nach rechts ins Haupthaus.
Das Deelen-Tor diente zuletzt – und gegenwärtig noch – als Hauptzugang zum gesamten Gebäudekomplex.

Die Scheune schließt sich nach hinten dem Anbau an. Bis in die 80er Jahre wurden hier Schweine gehalten. Das Gebäude ist durch die Werkstatt im EG des Anbaus betretbar und hat auch einen Zugang zum Grundstück rechts hinter dem Haus. Nach hinten schließt die Scheune zur Schlossmauer mit einem überbauten Durchgang zwischen dem rechten und linken Grundstücksbereichen ab.

Hintergrundinformationen und Wert

Die Nutzung

Das Objekt wurde bis zur Zwangsräumung Anfang 2023 von dem Bauernsohn und vormaligen Besitzer B. Kraft – seit dem Verkauf 1992: Pächter – bewohnt und genutzt. Für die (inzwischen beseitigte) extreme Vermüllung und die zahlreichen auf dem Grundstück abgestellten alten Militärfahrzeuge (russische Oldtimer aus NVA-Beständen) und landwirtschaftlichen Fahrzeuge und Geräte war er verantwortlich.
Die Räumung nach § 885a ZPO („Berliner Räumung“) fand nach einem Jahr verschiedenster ergebnisloser Einigungsversuche und einem dann fast zwei Jahre währenden Prozess der Erbinnen gegen den Pächter am 24. Februar 2023 statt. Auf diese Räumung reagierte B. Kraft und sein Freund mit mehrfachem Eindringen ins Haus. Im Mai 2023 verstarb Herr Kraft. Im Juni wurde vom Amtsgericht eine Nachlasspflegschaft eingerichtet, die aber im September aufgrund von Unwirtschaftlichkeit und Desinteresse möglicher Erben wieder aufgehoben wurde.
Das Hausgrundstück steht derzeit ungenutzt und frei zum Verkauf.

Eigentumsverhältnisse

Das Hausgrundstück und weitere große Grundstücke gehörten viele Jahre der in Antfeld alteingesessenen Bauernfamilie Kraft, von der nur noch B. Kraft auf dem Grundstück blieb. Vor einer drohenden Zwangsversteigerung erfolgte 1992 der Kauf durch K. Klissenbauer aus Esslingen, der B. Kraft bis dahin nur über ein Netzwerk der gemeinsamen erzkatholischen Glaubensrichtung verbunden war. Ein für die folgenden Jahre abgesprochener Rückkauf fand nicht statt. Der Pächter wähnte sich weiterhin im Besitz, und der Eigentümer weilte viele Jahre im Ausland und delegierte seine Verantwortung an den damit überforderten vormaligen Eigentümer, nun Pächter. Sämtliche Ämter der Stadt und des Kreises liefen an dieser Eigentümer-Konstellation auf, und das gesamte Areal fiel über Jahrzehnte einer messie-haften Verwahrlosung anheim. Erst nach dem Tod von K. Klissenbauer erfuhren seine Angehörigen von diesem Grundbesitz
Die Erbschaft wurde im März 2020 von Ute Klissenbauer-Mathä (Berlin) von ihrem Vater und etwas später von Camila Cristina Klissenbauer Pupiro (Köln) von ihrem Großvater angenommen. Der gemeinschaftliche Erbschein sowie die Grundbuchberichtigung liegen seit Juli 2020 vor.

Der Wert

Das Grundbuchblatt 129B ist lastenfrei. Der reine Bodenwert liegt laut Richtwertkarte bei 40 €/qm.
Das erschlossene Grundstück ist als bedingtes Bauland ausgewiesen – bestimmte Auflagen sind zu berücksichtigen (hierzu genauer oben unter „Das Gründstück“).
Die damals um 30 qm kleinere Liegenschaft wurde 1992 von K. Klissenbauer zum Preis von 110.000 DM erworben. Das Hausgrundstück wurde sogleich an den vormaligen Eigentümer verpachtet und erfuhr in der Folgezeit eine starke Verwahrlosung.
Die Eigentümerinnen haben 2021 ein wichtiges Flurstück (332) zum Grundstück dazu erworben und seit der Zwangsräumung im Februar 2023 viele Sicherungs- und Räumungsmaßnahmen durchgeführt.
Das Gelände mit den vielen Militärfahrzeugen und landwirtschaftlichen Vehikeln wurden – bis auf zwei alte Heuwagenanhänger – vollständig geräumt.
Eine Abrissgenehmigung für den desolaten Anbau und für die Scheune liegt seitens der Unteren Denkmalbehörde seit Ende Februar 2024 vor. Zur Orientierung wurden Architekturentwürfe für einen möglichen Neubau erstellt und vom Bau- und Denkmalamt positiv bewertet.
Ein FTTH-Anschluss an das Glasfasernetz ist beantragt.
Der Kaufpreis für das Hausgrundstück liegt bei 83.000,00 EUR (VHB).

Hausgeschichte

1614/1615
– Errichtung eines Pfarrhauses auf der Liegenschaft, welche damals zu einem Pfarrhof gehörte (Schriftstück LWL; Hausbalken aufgefunden mit dem Datum 1614)
1870
– Errichtung des Haupthauses (mit Hausnamen „Garmes“) von der Bauernfamilie Lorenz Kraft
1885/1890
Das Haus übernimmt auch die Funktion der Antfelder Poststelle mit einem Landpostbriefkasten und Postschildern am Hauseingang sowie einer Schalterstelle im Hausflur – bis Ende der 1930er Jahre
1920
 – Bau der Wirtschaftsanbauten (Quelle Film 11 Fi/1a ff); u.a. vermutlich der „Kälberstall“, der nach dem Brand von 1944 nicht wieder aufgebaut wurde und nur noch auf Fotos dokumentiert ist
1926/27
– Errichtung der Wirtschaftsgebäude
(Anbau/Wohnstallhaus und Scheune) (Unterlagen von UDB); Einziehung von Wänden im Haupthaus, um Flurdurchgänge zum Anbau und den dort befindlichen Sanitäranlagen zu schaffen
1933
Erbfall von Lorenz Kraft zu Franz Kraft
– Mai – Bauer Franz Kraft (geb. 17.04.1882) Eintritt in die NSDAP (zeit.de/ns-personalakten)
1934
– Geburtsjahr des ersten Sohnes und künftigen Hoferben Berthold Kraft. [Es gibt schon vier Töchter, ein weiterer Sohn noch dazu]
1944
– Brand des Daches vom Haupthaus und vom Anbau
. „… das Dachwerk mußte neu abgezimmert werden und wurde im selben Zuge auf einen neu geschaffenen Drempel gestellt. In diesem Zuge dürften auch Dachhaus- und Schleppgauben in ihrer angepaßten Formensprache entstanden sein. Diese Veränderungen mindern den Denkmalwert des Gebäudes nicht nachhaltig.“ (UDB, 1992);
– Die Scheune hinter dem Haus wird neu gebaut und ersetzt den alten „Kälberstall“
– Die Hauseingangstür wird weiß lackiert und erhält die Hausnummer 32; Die Außentreppe erhält ein Geländer
1950er
– Antonia Kraft (Frau von Franz Kraft) betreibt (neben der Landwirtschaft) eine Pension mit 9, an den Türen nummerierten Zimmern.
Das einzige nicht nummerierte Zimmer im Haupthaus hat einen direkten Zugang zu den Sanitäranlagen im Anbau und wird privat vom Bauernpaar genutzt; Es werden Heizungselemente und Waschbecken in den Zimmern installiert. Neben dem Hintereingang zum Garten wird eine Terrasse gebaut und im Garten wird ein Springbrunnen eingerichtet; Die „Pension Kraft“ wirbt auf Ansichtskarten mit Kalt- und Warmwasser, Bad und Zentralheizung, ganzjähriger Öffnung
1961
– Übergang in die Erbschaft des Bauernsohnes Berthold Kraft (*1937) nach dem Tod seines Vaters Franz Kraft (1882-1960). B. Kraft hält weiterhin bis in die 80er Jahre ca. 30 Kühe, interessiert sich aber nicht wirklich für Landwirtschaft. Später wird er phasenweise Flüchtlinge gegen Kost und Logis als Hilfskräfte einsetzen. Er beginnt sich traditionell-religiös zu im Umkreis der Piusbrüder zu engagieren
– das 4-stellige PLZ-System wird eingeführt: 5781 für Antfeld
1975
– Das Haus erhält die aktuelle Hausnummer „10“ im Zuge der kommunalen Neugliederung und der Eingemeindung von Antfeld in die Stadt Olsberg
1989
– April – Übergang in den Besitz von Udo Steuer durch Kauf
– Sept. – Benachrichtigung über Unterschutzstellung des Bauernhauses: „Es handelt sich aus wissenschaft-lich-hauskundlichen, volkskundlichen und ortsgeschichtlichen Gründen um ein Baudenkmal. Von der Unterschutzstellung ausgenommen sind die Wirtschaftsanbauten am linken Giebel (u.a. historisierendes Fachwerkgebäude von 1927 mit Deelentor, Bruchsteinställe).“ (Benehmensherstellung vom Westfälischem Amt für Denkmalpflege an die Untere Denkmalbehörde)
– Juli – großer Brand des langestreckten Wohnstallhauses. Eine Woche Löschungsarbeiten. Beseitigung der Gebäudereste bis auf den letzten am Haupthaus anschließenden Abschnitt des Anbaus. Auch die Scheune hinter dem Haus bleibt bestehen
1991
– Das Fachwerkbauernhaus wird unter der laufenden Nr. 62 in die Liste der Baudenkmäler der Stadt Olsberg eingetragen
. „An der Erhaltung und Nutzung des Objekts als Baudenkmal im Sinne des § 2 (1) Denkmalschutzgesetz besteht nach unserem jetzigen Kenntnisstand, insbesondere aus wissenschaftlichen Gründen wegen seiner baugeschichtlichen Aussage, eines der ältesten Häuser im Dorf zu sein, aus volkskundlichen Gründen, da die Schieferverkleidung sowie die Haustür mit Kunsthandwerklichem Anspruch gestaltet wurden, aus städtebaulichen Gründen wegen seiner Lage im Ortskern in direkter Nachbarschaft des Schlosses, ein öffentliches Interesse.“ (958.036 Olsberg)
Aus der Unterschutzstellung seitens LWL am 1989: „Das Gebäude wurde um 1970 als reines Wohnhaus errichtet. Die vordere Traufwand ist klar in fünf Achsen gegliedert, wobei in der Mittelachse durch eine zweiflügelige Haustür die Erschließung auf einen Querflug erfolgt. … Die Raumstruktur des Inneren ist weitgehend original erhalten … Zahlreiche Ausstattungsstücke des 19. Jh. (Fenster, Haustür, Innentüren). Besonders hervorzuheben ist eine Nische im Flur des Erdgeschosses, die einstmals als Postschalter gedient hat, denn das Gebäude diente über lange Jahre als Poststelle Antfelds. …“
1992
– Übergang in den Besitz von Karl Klissenbauer (*1935, Gollitsch/Tschechoslowakei), wohnhaft in Esslingen, Berthold Kraft übernimmt bis auf weiteres die Miete/Pacht (ohne schriftlichen Vertrag) mit der Absicht, den Hof bald zurückzukaufen. [K. Klissenbauer hatte B. Kraft im Umkreis der Piusbrüder kennengelernt und will seinem in Not geratenen Glaubensbruder helfen. Selbst (nach einer ungewollten Scheidung) alleinstehend und verbittert, selbst von einem großen Bauernhof (in der damaligen Tschechoslowakei) abstammend (von dort allerdings vertrieben) fühlt er sich wohl in besonderer Weise angesprochen. Er arbeitet jedoch als Holzingenieur durchgängig im Ausland in der Entwicklungszusammenarbeit und besucht den Hof in der Folgezeit nur alle paar Jahre]
1993
– Die 5-stellige PLZ wird eingeführt, für Olsberg-Antfeld: 59939;
– B. Kraft betreibt eine Art Fahrzeughandel auf dem Gelände, zunächst mit Traktoren, dann mit Militärfahrzeugen aus NVA-Beständen, die er bald nur noch mehr und mehr aus Bautzen holt und ansammelt. Das gesamte Grundstück wird in der Folgezeit zunehmend eng mit Militär-Lkws (Ural, Zil, Gaz, Ifa – ursprünglich wohl aus Gorki) zugestellt und komplett vermüllt. Zum Teil werden unter Einbeziehung der Bäume Unterstände für die Fahrzeug gebaut, auch die Terrasse am Haus wird überbaut und zugestellt. Beanstandungen von Ordnungs-, Umwelt- und Denkmalamt werden ignoriert. B. Kraft bewohnt nur noch die Küche und stellt ansonsten alle Räume des Hauses und der Anbauten mit gesammeltem Zeug – u.a. massenhaft Brotdosen aus den 80er Jahren – zu. Im Keller hortet er in zwei Räumen bis unter die Decke Soldatenverpflegungspackungen. [Insbesondere das Rübenkrautsirup in kleinen Plastikdöschen in den Verpflegungspackungen zieht die Ratten derart an, dass die Packungsberge in sich einsinken und die Plastikdöschen noch lange immer wieder überall auf dem Hof auftauchen]. In 4 großen Kühltruhen hortet er dort außerdem Fleisch, Fisch, Butter und Getränke
2007
– Fällung der großen Bäume (Linde und Ahorn) im Bereich des Haupteingangs

2015
– letzter Besuch des Hauses von Karl Klissenbauer – mir Rechtsanwalt Albrecht Lutz, Leutkirch, der zum umgehenden Verkauf rät. Die messy-artige Hortung von Fahrzeugen und die komplette Vermüllung des gesamten Anwesens durch B. Kraft habe Krankheitswert und sei bedrohlich. [Herzkrank und alleinstehend kann K. Klissenbauer die Situation nicht bewältigen und sich auch niemandem anvertrauen]
2020
– 14. Februar – Karl Klissenbauer verstirbt in Esslingen. Die Erdbestattung findet daselbst am 24.02.20 statt. [K.K. hatte das Grab einer Glaubensschwester, das er für sie bezahlt hatte, für sich gewählt. Kurz vor den einschlägigen Verboten der „Corona-Maßnahmen“ kommen neben seinen Töchtern, einer Nichte, eines Neffen überraschend viele Trauergäste – von „Böhmerwäldlern“ bis Anhänger*innen seiner tridentinischen Gemeinde, die sich mit der „modernen“ Zeremonie seitens des Pfarrers S. Möhler schwertun und teilweise zu intervenieren versuchen]; Seine Kinder erfahren erst aus dem Nachlass von seiner Liegenschaft in Olsberg-Antfeld
– März – erster Besuch des Hofs von Tochter Ute Klissenbauer aus Berlin und Partner Stefan Schroer aus Duisburg; B. Kraft öffnet mit Mühe die Haupteingangstür und lädt in seine dunkle, vollgestopfte, gruselige, jedoch zu dem Zeitpunkt nicht vermüllte Wohnstatt in der Küche ein. Er führt durchs Haus und weist stolz auf einen Ural im Garten. Er erwartet offensichtlich eine Schenkung
– Mai – erstes Gespräch unter strickten Corona-Vorsichtsmaßnahmen mit der Stadt, Bauamtsleiter H. Schulte im Rathaus, dann mit B. Kraft, dessen Stimmung kippt, als ihm keine Schenkung überbracht wird. Den ihm vorgestellten Oldtimer-Sachverständigen, L. Schneider, der ihm anbietet, den Fuhrpark gegen Provision zu verkaufen, weist er schroff ab
– Juni – Übergang in das Eigentum der Erbengemeinschaft Tochter Ute Klissenbauer-Mathä (*1966, La Paz/Bolivien) wohnhaft in Berlin und Enkelin Camila Cristina Klissenbauer Pupiro (*1998, Estelí/Nicaragua) wohnhaft in Köln – Eintragung im Grundbuch am 28.05.21; [Die Studentin Camila zieht sich schnell aus einem aktiven Engagement für das Haus zurück und gibt ihrer Tante eine Vollmacht, ihre Mutter engagiert sich in der Folgezeit finanziell. Die Erbschaft wird sich als unerwartet große Herausforderung erweisen, für deren Bewältigung private Darlehen aufgenommen werden.]
– Diverse Versuche der gütlichen Einigung mit Bewohner Berthold Kraft, der jedoch nur noch feindlich reagiert und ein Ermittlungsverfahren wegen Betrugs erwirkt
– Juli – Nach erfolgloser Unterbreitung verschiedener Angebote Kündigung des Mietsverhältnisses mit B. Kraft zum 1. Mai 2021; Flankierend Darlegung von Unterstützungsmöglichkeiten. [Das mehrfach für Unterstützung angesprochene Sozialamt Olsberg (M. Guntermann, M. Sudbrak) sowie die Caritas Brilon (U. Schilling) können nicht aktiver helfen]; B. Kraft wehrt sich zunächst mit dem Mieterbund Hamm, dann mit immer neuen Rechtsanwälten
– Sept. – Kaufanfragen von Nachbarn: a) V. Schulte. Eingehende Telefonate, Einigung, Notartermin, Abbruch des Verkaufs wegen Schultes Erkrankung; b) M. Ernst. Erkundigung, will sich eventuell mit anderen Interessenten zusammentun; c) V. Pfaff möchte nur ein Teil des Grundstücks zur Ergänzung seines Gartens erwerben, eine Einigung über Wegerechte ist nicht möglich, der Vertrag kommt nicht zustande [später kommen noch weitere Kaufanfragen für Teilgrundstücke hinzu, diese werden jedoch nur mit dem Angebot, das Interesse an eine/n künftigen BesitzerIn zu kommunizieren, beantwortet]
– Dez. – Kaufangebot der Stadt Olsberg (Bürgermeister Fischer) nach Anfrage und Gespräche mit Bauamtsleiter H. Schulte; Kaufpreis: 25 Tsd. EUR, eine Entmietung und Räumung des Geländes (nicht des Hauses) wird vorausgesetzt, Befristung bis zum 31.12.21. [ U.K. hält dieses Angebot für unrealistisch und enttäuschend, die Bedingungen können nicht erreicht werden und ein Vertrag kommt nicht zum tragen]
– Ortstermin mit einem Baumsachverständigen aus Olsberg, da B. Kraft die Beseitigung der drei großen Fichten hinter dem Haus wünscht und dies mit ihrer Erkrankung und Gefährlichkeit begründet
2021
– Jan. – Bescheinigung der Verkehrssicherheit der drei großen Fichten seitens des öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen der Landwirtschaftskammer NRW für Baumpflege, Verkehrssicherheit von Bäumen und Baumwertermittlung A. Schmidt
– Feb. – nach diversen Maklerkontakten Maklervertrag mit Kelm Immobilien Arnsberg – wird im März nach Ortstermin mit B. Kraft wieder aufgehoben
– März – Vermittlungsversuch/Gespräch von Ortsvorsteher M. Aleff mit B. Kraft und seinem Freund N. Stockhausen. Anfangs anwesend: U.K., S. Schroer, und Maklerin Wulff von Kelm;
– Erster hilfreicher Kontakt zum Ortsheimatpfleger R. Spiekermann, Austausch über Fotomaterial zum Haus
– April – Kontaktaufnahme (per Telefon und Post) mit gemeinsamem Freund von B. Kraft und K. Klissenbauer, H. Kluthe in Rüthen, mit der Bitte um Vermittlung und positive Einwirkung – erfolglos, es kommen verschwörungstheoretische Pamphlete zurück. [Aus dem Nachlass von K. Klissenbauer ging hervor, dass H. Kluthe die Hortung der Miltitär-Lkws und anderen Verhalten von B. Kraft äußerst kritisch sah, zugleich bestand über die Glaubensgemeinschaft ein enger Kontakt fort]
– Mai – Räumungsklage gegen Berthold Kraft durch Rechtsanwalt Thomas Bohne, Bernau bei Berlin; es kommt der Folgezeit zu verschiedenen Gerichtsterminen, zu denen der geladene B. Kraft mit fadenscheinigen Begründungen nicht erscheint
– Juni – Erweiterung des Hausgrundstücks durch den Erwerb des Flurstücks 332, 154 qm (Tauschvertrag mit der Stadt Olsberg gegen Flurstück 114, 15 qm)
– Nov. – Güte- und Gerichtsverhandlung, Versäumnisurteil des Richters Härtel am Amtsgerichts Brilon gegen B. Kraft (der nicht erschienen war) und Verfügung über die Herausgabe des gesamten Hausgrundstücks
2022
– April – Gerichtsverhandlung, B. Kraft erscheint wieder nicht; [B. Kraft wehrt sich in der Folgezeit sukzessive mit insgesamt fünf Rechtsanwälten (Wintersohle, Willeke, Raschmann, Reichmann, Stamm) gegen die Räumungsklage; er verlangt Reparaturarbeiten, lehnt jedoch jede beantragte Hausbegehung ab. Schließlich verwehrt er auch dem Schornsteinfegermeister den Zutritt]
– Schornsteinfegermeister A. Frese beantragt Zwangsmaßnahmen zur Durchsetzung beim HSK [die zuständige L. Hillebrand leitet Maßnahmen ein, die aber wieder erstmal an einem Anwalt von B. Kraft scheitern, die Sache zieht sich dann auch urlaubsbedingt hin. Nach der schließlich anders erzielten Räumung werden sogleich strenge, engbefristete Auflagen für Kamin- und Haus- und Grundstücksicherung an die Eigentümerin gerichtet, was diese auch aufgrund des Tons empörend findet]
– Nov. – das Amtsgericht Brilon erteilt eine vollstreckbare Ausfertigung des Säumnisurteils vom 29.11.21.: „Der Beklagte wird verurteilt, das von ihm innegehaltene Hausgrundstück Oberdorf 10, 59939 Olsberg-Antfeld der Gemarkung Antfeld (…) zu räumen und geräumt an die Klägerinnen herauszugeben. Die Kosten des Rechtsstreits hat der Beklagte zu tragen.“
2023
– Feb. – Per Beschluss des Amtsgerichts Brilon kommt es am 24.02.23 morgens zur Zwangsvollstreckung durch die Obergerichtsvollzieherin K. Balkenhol gegen B. Kraft – in Anwesenheit von Polizei, sozialpsychiatrischem Dienst und Leitung Sozialamt Olsberg; B. Kraft wird von seinem Freund N. Stockhausen im Auto mitgenommen; U.K. hat erstmals Zugang zum Gebäudekomplex mit dem Schornsteinfegermeister A. Frese, der dann die Ölheizanlage abstellt und das Haus ab sofort als unbewohnt führt; Der Einblick in das vollkommen vollgestellte Haus, insbesondere in die vollkommen vermüllte Wohnstatt von B. Kraft ist ein Schock; Unglücklicherweise ist die Wohnstatt ausgerechnet in der Küche, die den Durchgangsraum zwischen dem Anbau und dem alten Wohnhaus bildet, so dass man notgedrungen immer wieder durch diese hindurch muss. Trotzdem kann dieser Raum nicht als erstes geräumt werden, weil das Grauen zu groß ist. Tatortreiniger Adler wird konsultiert, schaut sich die Situation an, erklärt ein langwieriges Konzept der Rattenbekämpfung und Luftdekontaminierung, ist dann aber auf längere Zeit ausgebucht; S. Schroer und U.K. fangen mit dem kleinen Archivzimmer direkt rechts vom Haupt-Ein/Ausgang an. [„Archivzimmer“ genannt, weil ich in dem Raum schon massenweise Papierzeug fand: zahlreiche Ausgaben von „Bauernstimme“ und „Nationalzeitung“, Militärhistorischen Magazinen und Büchern, Korrespondenzen mit Anwälten … Der erste geräumte Raum wird mithin zum Raum, in dem wieder gesammelt werden kann: Alle zu findenden Fotos von den Militärfahrzeugen auf dem Gelände werden gesammelt und chronologisch an die Wand gepinnt.  In der Folgezeit wird schrittweise Raum für Raum geräumt und gereinigt, Gegenstände werden sortiert (Bücher, Kreuze, Militaria, Kleidung, (Brot-)Dosen …) und zumeist entsorgt. Mit zunehmendem Vordringen in das Habitat der Ratten, weichen diese zurück – bis es keine Begegnungen und kaum noch Spuren mehr gibt. T. Spiegel sorgt fast tagtäglich für optimale Durchlüftung und der Horror verflüchtigt sich mit der Zeit]
– Bestellung von Lobbe Havarie-Management in Brilon, dessen Mitarbeiter mit einem Wagen mit Spezialbehältern kommen und das Gelände – soweit möglich zwischen den Fahrzeugen – nach Schadstoffen abgrasen;
– Es folgen Drohungen, Eindringungsversuche ins Haus und zwei Einbrüche von B. Kraft und N. Stockhausen sowie ein weiterer ungeklärter Einbruch (Militaria und die Hitler-Büste werden geklaut). Die Polizei wird mehrfach bemüht und Kriminalhauptkommissarin T. Schneymann schaltet sich ein, nimmt die Situation ernst und gibt Anweisung, dass U.K. sich nicht jedes Mal wieder – teilweise in Anwesenheit von B. Kraft – vor der Polizei rechtfertigen muss
– März – Ortstermin mit „Oberem Denkmalamt“/Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL), Westfälisches Amt für Denkmalpflege aus Münster, Dr. E. Heine-Hippler, mit Unterem Denkmalamt, B. Kohlrautz, und Bauamt der Stadt Olsberg, H. Schulte: Das Haus bleibt trotz extremer Verwahrlosung unter Denkmalschutz; F. Heine-Hippler regt ein Engagement durch die Stadt an, die nun endlich Zugriff habe [da kommt jedoch nichts];
– Ein Kamin wird per Krahn von Dachdecker A. Philipp gesichert; A. Philipp und dann noch M. Kreijfelt helfen mit Sicherung des Kellereingangs nach Einbruch, A. Philipp äußert Interesse am Erwerb eines oberen Grundstückteils;
– Beginn intensiver Räumungsarbeiten zusammen mit S. Schroer und kurzzeitig mit Cousin E. Klissenbauer und Helfern aus dem Dorf (R. Spiekermann, R. Ernst, U. Wiemann) zugleich wird nach Foto-/Dokumenten zum Haus gesucht;
– April – Beginn Kontakt und Zusammenarbeit mit Dachdecker Thomas Spiegel aus Antfeld; Sieht U.K. beim Container-Füllen, interessiert sich für einen Ural, für das gesamte Gesehen und bietet sofort konkrete Hilfe an. [In der Folgezeit wird T. Spiegel fast tagtäglich im Hof nach dem Rechten sehen, er wird Sicherungs- und Erhaltungsmaßnahmen ergreifen und intensive Räumungsarbeiten unternehmen. Mit U.K. teilt er ein großes Interesse an der Hausgeschichte in baulicher und kultureller Hinsicht. Er ist ihr Kontakt zum Haus von Berlin aus.]
– Ein Bauzaun wird um das gesamte Gelände aufgestellt;
– Holz-/Metall-/Papier-/Mischmüll-Container werden gefüllt, Material wird an verschiedenen Stellen im Haus sortiert: Kleidung, Bücher, Haushaltswaren, Militaria … Diverse alte Militaria (Messer u.a. werden später geklaut), unzählige Waffen- und Munitionskisten werden gefunden, aber keine Waffen, nur eine kleine Schachtel mit Munition wird beim Ordnungsamt abgegeben [B. Kraft hatte zuvor damit gedroht, Kalaschnikows zu haben. Gefunden wird nur Pfefferspray, dergleichen sich U.K. vorsorglich ebenfalls zugelegt hatte];
– 5. Mai – Berthold Kraft verstirbt und wird wenige Tage später auf dem Friedhof von Antfeld im tridentinischen Ritus erdbestattet, sein alter Freund H. Kluthe ist dabei, sowie ein Neffe und eine Nichte
– Juni – Nachlasspflegschaft durch S. Kupitz, Brilon – bis Aufgabe des Mandats wegen Unwirtschaftlichkeit Ende August; empathische, engagierte Zusammenarbeit – vor allem auch bei der Aufklärung über und beim Umgang mit dem Anmeldestatus all der Fahrzeuge auf dem Gelände;
– Übergabe einiger Fotodokumente und Objekte an den Ortsheimatpfleger R. Spiekermann für das Dorfarchiv/-museum;
– Juli – Kleine Fotoausstellung im mit Hilfe aus dem Dorf geräumten Erdgeschoss (bis auf den „Kraftraum“, der verschlossen bleibt). Besuch von Interessierten aus dem Dorf
– August – Verkauf der kompletten Militär-Lkw-Flotte, der alten Schlepper und aller noch vorhandenen Vehikel für 10 Tsd. EUR gegen komplette Bereinigung des Grundstücks bis Oktober an B. Klausing und nachfolgend bis März 2024 umfangreiche Räumungsmaßnahmen auf dem Gelände; Abmeldung von Fahrzeugen in Brilon;
– Räumung „Kraftraum“ und teilweise Keller mit Unternehmen Dohle
– Sept. – Ortstermin mit Ortsvorsteher (M. Aleff) und Stadträten für Antfeld (Thomas Köster/SPD und Jochen Siedhoff/CDU) und interessierten Dorfbewohnerinnen (Roland Ernst, Sonja Funke, Stefan Oseboldt) auf gemeinsame Einladung von Ortsheimatpfleger R. Spiekermann, U. Klissenbauer und S. Schroer mit Unterstützung von Nachbarin B. Scherm; S. Schroer stellt aktuelle Fördermöglichkeiten für eine gemeinsame Dorfinitiative der Nutzung des Hauses vor, jedoch ergibt sich kein weitergehendes Interesse
– Okt. – Einrichtung einer Haus-Webseite für Kommunikation und Vermarktung des Hausgrundstücks („Echsenhaus“: uteklissenbauer.net); Schaltung von Inseraten – verstärkt mit zunehmender Räumung bei Schrot&Korn, Kleinanzeigen, Immoscout, Interessengemeinschaft Bauernhaus, LWL-Portal für verkäufliche Denkmäler …; Bedienung von Anfragen mit Exposés, Auskünften, Besichtigungen …
– Nov. – Ortstermin mit B. Kohlrautz von der Unteren Denkmalbehörde. Mündliche Erlaubnis, eine Leckage an der Dachgaube im 2. OG zu sichern; Antrag an die Untere Denkmalbehörde auf Genehmigung eines Abrisses von Anbau und Scheune
– Dez. – Sicherungsmaßnahmen durch T. Spiegel: Abstützung bei partiellem Deckeneinbruch im Anbau; Abdeckung des Stromkastens bei Regensturm, Abdeckung des Anbau-Dachs mit Folie, Sicherungsmaßnahmen auf Dach des Haupthauses
2024
– Februar – Erteilung der Abrissgenehmigung für Anbau und Scheune seitens der Denkmalbehörden

März – Das gesamte Grundstück um die Gebäude ist bereinigt und alle 18 Militär-Lkws, 5 Traktoren, Anhänger sowie 3 alte BMW-PKWs sind weg – zwei Heuwagenanhänger bleiben zurück;
– Räumung von OG 2 und teilweise Keller mit Unterstützung von Unternehmen Böhmer;
– Ortsheimatpfleger R. Spiekermann hält im Pfarrheim zu einen Bildervortrag zu „Antfeld im Wandel der Zeit – Unser Ort vor 50 – 100 Jahren mit Fotos vieler, zum Teil nicht mehr vorhandener Häuser“. Es geht in dem schönen Vortrag, der auch immer wieder Anmerkungen aus dem großen Publikum aufnimmt, um die historische Entwicklung Antfelds anhand von Dokumenten zur Bebauung und zu einzelnen Gebäuden und den darin lebenden Familien. Natürlich findet auch das „Kraft-Haus“ dabei Erwähnung und R. Spiekermann weist auf die vielen historischen Fotos auf der Hauswebseite hin;
– Eine Nichte von B. Kraft in Hamburg, E.-M. Weber nimmt per Mail Kontakt auf. Sie hat von R. Spiekermann von der Webseite erfahren und es entsteht ein interessanter Mail-Austausch
– April – die zahllosen alten Bücher werden von Antiquar C. Schoppe aus Wuppertal und S. Schroer begutachtet;
– Erster hilfreicher Kontakt mit E. Wagener vom Heimatbund der Stadt Olsberg e.V., Team Archiv
;– Mai – Abriss der ruß-schwarzen Tapeten in der Küche; Seitliche Öffnung der Terrassenüberdachung – alles wie immer mit T. Spiegel
– Juli – Bewerbung mit einem Haus-Untersuchungsprojekt für BAUHAUS EARTH Fellowship Program mit Architektin P. Jablonická und G. Gardeweg, S. Schroer, und T. Spiegel
– Maklerbeauftragung von M. Schell von LBS Immobilien, Aufhebung des Vertrags im Juni 2025;
– Ortstermin mit der Beauftragten der Oberen Denkmalbehörde LWL, Dr. E. Heine-Hippler: Das gesamte Hauptgebäude (nicht die Anbauten) ist unter Schutz gestellt. Für die angrenzenden Anbauten und Bauteile auf dem Grundstück gilt der Umgebungsschutz nach DSchG NRW. Alle Änderungsmaßnahmen könnten nur nach bewilligter Beantragung erfolgen. Die Beantragung kann formlos sein, die Bewilligungen könnten schnell erfolgen. Es wird empfohlen, alle Maßnahmen ganz konkret zu beantragen, wenn sie tatsächlich anstehen. Es wird versichert, dass große Kompromissbereitschaft seitens der Denkmalbehörden besteht und man im Sinne des Erhalts des Hauses an pragmatischen Lösungen interessiert sei. So könnten beispielsweise alte Fenster und Türen sicher aufgehoben werden und an ihrer Stelle ähnlich anmutende neue Fenster und Türen eingesetzt werden. Auch alte schadhafte Antfelder Schieferschindeln könnten durch andere Schindeln ersetzt erden … Solarpaneele dürfen auf’s Dach … Eine recht kurzfristige und zügige Zusammenarbeit sei möglich – „wenn es dann soweit ist“. Auch ein Vorgespräch mit einem Kaufinteressenten/Gutachter wurde angeboten
– August – erstmals und fortan Übernachtung im „Echsenhaus“, nicht mehr im Gasthof Susewind, mit dessen Inhaberin P. Kreijfelt U.K. allerdings freundschaftlich verbunden bleibt. [U.K. richtet sich im 2. OG im Zimmer 5 mit dem schönen Ausblick in den Garten, ein. In Zimmer 8 gegenüber stellt sie eine schicke Komposttoilette und einen im Haus gefundenen Waschtisch auf.  Sie schließt die Zimmertür zum Schlafen immer ab. Mit der totalen Stille des Hauses in der Nacht hat sie nicht gerechnet, mit dem frühen Vogelgezwitscher schon. Duschen darf sie immer bei der Nachbarin B. Scherm]
– Sept. – Ortstermin mit Herrn Michael von Lobbe für Kostenvoranschlag Räumung Anbau; diese Räumung macht dann T. Spiegel mit nur punktueller Unterstützung von U.K.;
– Ortstermin von T. Spiegel mit FA Friedel Tillmann für Kostenvoranschlag für Abriss Anbau
2025
– Mai – Anbringung der Denkmalplakette; Einrichtung einer Wasserstelle am Spülbecken per Gartenschlauch [zuvor durfte U.K. Wasser immer bei Nachbarin B. Scherm beziehen];
Teilnahme an der Schnade, dem Grenzgang des Dorfes Antfeld – mit T. Spiegel auf Einladung von R. Spiekermann
– Beantragung von Glasfaser FTTH-Anschluss für ein Mehrfamilienhaus – geplant für Ende 2025, später Vertröstung auf September 2027
– 5. Juli – „Tag der offenen Tür“, Ausstellung von Fotografien im EG, Wohn- und Archivzimmer und im 2. OG in Zimmer 6. Eine Fotoprojektion per Beamer mit über 1000 Fotos über die Räumungsaktivitäten von 2023-2024 findet im 1. OG in Zimmer 4 statt. Besuch von Schwester I. Klissenbauer, Dorfbewohner*innen und einigen Nachfahren der alteingesessenen Bauernfamilie Kraft. Die vier Schwestern von B. Kraft waren schon länger verstorben, der jüngere Bruder Franz starb erst tags zuvor, weshalb die Familie aus verschiedenen Ecken Deutschlands in Köln zusammengekommen war und dann auch zusammen das Haus besuchte [U.K. übergibt E.-M. Weber zwei im Haus gefundene Familienalben. Man verspricht sich einen Austausch über die Fotos, aber auf eine entsprechende Anfrage später kommt keine Reaktion]
– August – Auf die Frage nach Parken entlang des Grundstücks teilt M. Burmann vom Ordnungsamt mit, dass die Mindestfahrbahnbreite von 3,05 m eingehalten werden muss, ein Zaun darf bis zur Grenze gebaut werden, bei einer Hecke muss ihren Wuchs berücksichtigt werden;
– Andrea Isa, im Sauerland geborene Künstlerin aus Düsseldorf kontaktiert mich. Hat über C. Schoppe von dem Haus erfahren und möchte gerne im Haus fotografieren, was sie dann auch dreimal tut. Zusammenarbeit an Anträgen
– 14. Sept. – Teilnahme am „Tag des offenen Denkmals®“ mit über 50 fröhlich-neugierigen Besuchern und Besucherinnen aus Antfeld, Olsberg und Umgebung – wie am „Tag der offenen Tür“ mit mehr Zugang zum Anbau [U,K. hatte Pressearbeit gemacht und auch die bisherigen offiziellen Kontakte aus Stadt und Dorf eingeladen – ohne Resonanz]
– 24. Nov. – Ortstermin mit dem Bürgermeister P. Potthoff, dem Bauamtsleiter H. Schulte und dem Stadtrat für Antfeld M. Ernst, Besprechung eines Antragsentwurfs für das Landesförderprogramm „Heimat-Zeugnis“ von A. Isa, U. Klissenbauer, S. Schroer, T. Spiegel, R. Spiekermann. Vorgestellt wird ein vorab vorgelegtes umfassendes Konzept für eine gemeinnützige kulturelle Entwicklung des Hofs „ECHSENHAUS – Ein Bauernhof im Sauerland als kulturelles Transformationsprojekt. Kunst-Forschungs-Gastprogramm | Dorf-Archiv-Projekt | Café-Bar und Hofladen. Bauernhof zischen Nostalgie und Utopie | Heimat zwischen Wahn und Wirklichkeit“. Freundliches Gespräch aber keine Vorschläge, kein Engagement seitens der Stadt, U.K. könne den Antrag im Rat der Stadt einreichen, was aber nicht sehr aussichtsreich sei
2026
– Feb. – Verlängerung der Abrissgenehmigung für Anbau und Scheune seitens der Denkmalbehörden, gültig bis Feb. 2028;
– Bewerbung mit dem Konzept „Geisterhaus“ beim Veranstaltungskalender „Spiritueller Sommer“ für eine auch für den „Tag des offenen Denkmals“ geplante Ausstellung; Der von T. Spiegel und R. Spiekermann unterstützte Antrag von U.K. und A. Isa wird abgelehnt
– März – Erfolgreiche Bewerbung bei der Bezirksregierung Arnsberg für „Heimat-Scheck“, Mittel für die geplante Ausstellung; Eine Fördervoranfrage für ein Ausstellungsprojekt mit Filmprojektion bei Dimus/Dieter Mennekes Umweltstiftung (die auch Fachwerkhaus-Projekte fördert) ist nur im Hinblick auf die Filmpräsentation des von ihnen bereits geförderten Films „Wie geht Natur“ erfolgreich
– Mai – Denkmalrechtliche Erlaubnis für Sanitärinstallationsarbeit in der Küche (gültig bis 2029).
Die entsprechend beantragten Fördermittel bei der UDB wurde nicht gewährt, eine fehlerhafte Begründung wurde von C. Menke eingeräumt und nachträglich berichtigt – ohne Folgen für die Entscheidung
– 13. Juni – Hausbesichtigung mit Kaufinteressent Julian Funke und Familie (im Eigeninteresse und stellvertretend für seinen Vater Michael Funke)
– Juli – Übergang in den Eigentum von Michael Albert Funke (*1953, Greven/Westfalen) wohnhaft in Dresden
13. Juli – Beurkundung des Grund-Kaufvertrags durch Notar Dr. Oliver Hüfner (OMX Rechtsanwälte, Berlin): Verkäuferin Ute Klissenbauer-Mathä im eigenen Namen und als vollmachtlose Vertreterin – vorbehaltlich der Genehmigung durch die anderen Vertragsparteien
16. Juli – Genehmigung des Kaufvertrags durch den Käufer Michael Funke in einem Notariat in Greven/Westfalen
17. Juli – Genehmigung des Kaufvertrags durch die Mitverkäuferin Camila C. Klissenbauer Pupiro in einem Notariat in Köln;
– Dreh-Anfrage für das Haus für eine Produktionen von Amazon-Prime: „Geisterakte“, „Dämonenjäger“, „Allein“ … Ablehnung vom künftigen Eigentümer.
[Die Dämonen sind sowieso schon weg]

Die Angaben spiegeln den Stand der Recherche von Ute Klissenbauer und können gegebenenfalls revidiert werden. Dasselbe gilt für die Einordnung der historischen Fotos in den Bildergalerien.

Vorder- und Rückansicht

Grundrisse

Grundriss EG
Grundriss 1. OG
Grundriss 2. OG

Zwangsvollstreckung

Am 24. Februar 2023 kam es nach einem über zwei Jahre währenden Prozess zu einer gerichtlich erwirkten Zwangsräumung. Das Haus konnte erstmals betreten werden und es bot sich ein schwer zu beschreibendes Bild extremer Verwahrlosung.

„Sie (…) besichtigten nun das Haus …
Längs eines Korridors gab es viele weitere Räume, darunter auch das Empfangszimmer. Diese Räume (…) waren in einem Zustand unbeschreiblicher, tiefer Verwahrlosung (…)
… alles, was gewöhnlich in verwahrlosten alten Häusern zu sehen ist, gab es dort zuhauf, und das stand in einem seltsamen Gegensatz zu der Behauptung des Marquis, die Iguana sorge für alles und halte Ordnung. Nein, Ordnung herrschte hier nicht; irgend etwas machte es unmöglich, und nur zum Schein war dies die Aufgabe der Echse. Und immer mehr fragte sich der Graf angesichts dieser Widersprüche, die nach und nach eine recht finstere Bedeutung annahmen, welches wohl das Geheimnis dieses Hauses sein mochte und ob die Armut wirklich sein einziges oder schlimmstes Übel sei.
…“
(aus: „Iguana – ein romantisches Märchen“ von Anna Maria Ortese, 1965, Übersetzung Sigrid Vagt, Klaus Wagenbach, Berlin, 2000, S. 29+30)

Judith Raum: Iguana, 2015
Judith Raum, Iguana, 2015
Judith Raum, Iguana, 2015

Zeichnungen: Iguana, 2015, Buntstift und Kreide auf Papier, 132 x 98 cm, von Judith Raum, Copyright: Judith Raum

Echte Echsen sind toll.

„Je länger ich die Eidechse betrachte, umso mehr verliere ich mein Zeitgefühl und versinke in eine Art von Echsentum …“
(Joachim Sartorius, „Eidechsen“, 2019)

Echsen (Felsenagamen) fanden sich zwischen 1975 und 1980 auch rund um das andere wilde Haus in Monrovia/Liberia. Mit ihrem feuerorangenen Kopf und lilablauen Körper sonnten sie sich auf den Mauern zum Nachbargrundstück, regungslos, endlos – und im nächsten Augenblick wie eine Täuschung verschwunden.

Haus in Monrovia
Haus in Monrovia
Felsenagame

Alte Häuser sind kein Müll!

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10 Forderungen von Architects 4 Future

Felsenagame

Alte Bauernhäuser sind schön!

Sie laden zu neuen Wohn- und Arbeitsformen auf dem Land ein.
Interessengemeinschaft Bauernhaus

Literatur

I – Haus / Eigentum / Erben
II – Bauernhof / Landwirtschaft / Boden
III – Dorf / Land
IV – Echsen(menschen) / Wahn / Verschwörungtheorien

I – Haus / Eigentum / Erben
• „Unser Haus mit Rutsche“, Roman von Safia Al Bagdadi, Carl Hanser Verlag, 2026; Vom Aufwachsen dazwischen, Umzüge nach New York, ein Haus mit Rutsche in den Tigris …
• „Ein Haus für mich“, Memoir von Christine Koschmieder, Kanon Verlag, 2026; Aus der Suchtklinik entlassen – die nächste Herausforderung: ein heruntergekommenes Haus umzubauen (…) weit ab von der Großstadt … Wessen Geschichten gilt es zu entdecken, welche Bilder zu korrigieren, und wem gehören eigentlich die Häuser?
• „Einsamsein. Eine Befreiungsgeschichte“ von Daniel Haas, Penguin 2026; Die Wohnräume, die er beschreibt – Dachgeschosswohnungen, abgeschottete Häuser, verriegelte Stockwerke –, werden dabei zu Mitspielern, zu ästhetischen Abdrücken eines inneren Einsamkeitsstils. (Sven Trautwein,  Frankfurter Rundschau)
• „Umkämpftes Eigentum. Eine gesellschaftstheoretische Debatte“, N.Angebauer, J.Blumenfeld, T.Wesche (Hg.), Suhrkamp, Berlin 2025
• „Praxishandbuch Selbstverwaltung. Rechtsformen und Finanzierung für die Gründung von Kollektivbetrieben und Hausprojekten“, Elisabeth Voss, Transcript, Bielefeld 2025
• „Unverdiente Ungleichheit: Wie der Weg aus der Erbengesellschaft gelingen kann“, Martyna Linartas, Rowohlt 2025, nominiert für den NDR Sachbuchpreis 2025
• „Das Haus der Gefühle. Warum Zukunft Herkunft braucht“, Harald Welzer, S.Fischer, Frankfurt/M 2025
• „Er dachte, er erbt ein Haus“, Reportage von Katja Bernardy Johannes Dudziak, Britta Stuff, Fotos von Thomas Pirot, ZEIT Magazin, 23.01.2025
• „In ihrem Haus“, Roman von Yael van der Wouden, Short List Booker Prize 2024, aus dem Niederländischen von Stefanie Ochsel, Gutkind Verlag, 2026; 1961, in der niederländischen Provinz: Seit dem Tod ihrer Mutter lebt Isabel allein in dem großen, von der Zeit gezeichneten Familienhaus. Die Tage ziehen ruhig und geordnet dahin. Doch …
• „The Blue House“, erster Roman der „House Series“ der südafrikanischen Autorin Dudu Busani Dube, Hlomu Publishing, 2024; On the night before Charlotte’s grandmother dies, she hands her keys for a house she did not know existed, in a town she has never heard of …
• „House of Doors“, Roman von Ta Twan Eng, Canonbooks, 2023. Longlist Booker Prize; „Haus der Türen“, übersetzt von Michaela Grabinger, Dumont, 2025; Malaysia 1921, britische Kolonialgesellschaft, Besuch von Willie Somerset Maugham
• „In den Häusern der Anderen. Spurensuche deutscher Vergangenheit in Westpolen“ von Karolina Kuszyk, Ch. Links Verlag/Aufbau Verlage, Berlin 2022
• „House of Stone“, Roman von Novuyo Rosa Tshuma, geboren in Simbabwe,  USA 2019, dt.: „Haus aus Stein“, InterKontinental, Berlin 2023
• „In the House of the Interpreter“ ein Memoir von Ngugi wa Thiong’o, Pantheon Books, 2012; „Im Haus des Hüters“, übersetzt von Thomas Brückner, Fischer Taschenbuch, 2016; Lebenserinnerungen des kenianischen Schriftstellers – der bewaffnete Aufstand der Mau-Mau-Bewegung für die Unabhängigkeit des Landes ist 1955 auf dem Höhepunkt …
• „The House at Sugar Beach“ by Helen Cooper, Scribner, 2008; In this memoir that is “nothing short of brilliant” (The New York Times Book Review), journalist Helene Cooper examines the violent past of her home country Liberia and the effects of its 1980 military coup.
• „Heimsuchung“, Roman von Jenny Erpenbeck, Penguin Verlag, München 2008; Anhand von 15 Lebensläufen wird die Geschichte eines Hauses am Scharmützelsee in Brandenburg –  von 1920 bis zu seinem Abriss in den 1990ern – erzählt.
„Sommerhaus, später“ Kurzgeschichte in einem Buch gleichen Namens von Judith Hermann, S. Fischer Verlag, 1998
„Haus ohne Menschen. Ein Zustand“, Essay von Kurt Drawert, in „Haus ohne Menschen, Zeitmitschriften“, Suhrkamp Frankfurt a.M. 1993; Ingeborg Bachmann-Preis; Auseinandersetzungen mit der untergegangenen DDR …
• „Ein Mann im Haus“, Debütroman von Ulla Hahn, DVA, Stuttgart 1991; Seinerzeit von Fachliteratur und Boulevardpresse heiß diskutiert, Bezüge zur Erzählung „Undine geht“ von Ingeborg Bachmann werden gesehen: „weibliche Abrechnung mit dem Geliebten Hans“. (Wikipedia)
• „Das Geisterhaus“, Roman von Isabel Allende (1982), Suhrkamp, Frankfurt am Main 1984
• „Das besetzte Haus“, Erzählung von Julio Cortázar in „Bestiarium“ von 1951, Suhrkamp, Frankfurt a.M. 1978
• „A House for Mr Biwas“, Roman von V.S.Naipaul, Penguin Books 1969
• „Das Gespenst von Canterville“, Erzählung von Oscar Wilde (1887), Reclam 2008; Gesellschaftssatire, Burleske, romantische Erzählung …
• „Gegen den Strich“, Roman von Joris-Karl Huysmans (1884), aus dem Französischem von Hans Jacob, Ullstein, Berlin 1999; Jean Des Esseintes entflieht der von ihm verachteten Pariser Gesellschaft in ein einsam gelegenes Haus in Fontenay …
• „Der Untergang des Hauses Usher“, Erzählung von Edgar Allen Poe (1839), Reclam 2023

II – Bauernhof / Landwirtschaft / Boden
„Boden“, Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ), Zeitschrift der Bundeszentrale für politische Bildung, 9. Mai, 2026
• „Das Abenteuer des Lebens“ von Michael Succow mit Christiane Grefe, Oekom Verlag, München 2026; Eine Biografie des Pioniers des Naturschutzes, visionären Botanikers, Bodenkundlers, Moorforschers, Landschaftsökologen, Agrarwissenschaftlers … Michael Succow (*1941), die mit seinem Aufwachsen als Bauernsohn in Brandenburg beginnt.
• „Melville verschwindet“, Roman von Thomas Lang, Berlin Verlag, München 2026; „Der Traum, ein Gentleman-Farmer zu werden, der die Landwirtschaft aus Neigung und nicht aus Not betreibt, hat sich nicht erfüllt. Er [Melville] hat zwischen 1846 und 1855 acht Romane publiziert. Sie haben nicht viel abgeworfen …“. Siehe auch: Essay des Autors „Alter weisser Wahl“  in Mare Magazin Nr. 176, 2026
• „Mutter Erde. Wie der Verlust des Bodens unseren Planeten bedroht“, Jörg Blech und Matthias Rillig, Ullstein Berlin 2025
Es stellt sich … die Frage, ob und wie Ernährungssicherheit, Klima- und Naturschutz und der Bau von Wohnungen und Gewerbegebiete miteinander in Eingklang gebracht werden können. Am deutlichsten werden diese Konflikte in der Landwirtschaft sichtbar. So kommen in der Europäischen Union 95 Prozent der Nahrungsmittel aus dem Boden, aber durch mechanische Bearbeitung, Düngung oder Pestizideinsaatz wird langfristig diese Grundlage in Mitleidenschaft gezogen werden. (Thomas Weber, FAZ, 14.11.25)
• „Der Grund. Die neuen Konflikte um unsere Böden – und wie sie gelöst werden können“, Tanja Busse, Christiane Grefe, Kunstmann 2024
• „Ackern gegen das Anthropozän. Der kleinbäuerliche Weg der Revolution“ Sophie von Redecker mit Christian Herzig in: Journal für Entwicklungspolitik 2024
• „Ein Hof und elf Geschwister. Der stille Abschied vom bäuerlichen Leben“, Ewald Frie, C.H.Beck 2023
• „Bauernsterben. Wie die globale Agrarindustrie unsere Lebensgrundlagen zerstört“, Bartholomäus Grill, Siedler 2023
• „Anders satt. Wie der Ausstieg aus der Tierindustrie gelingt“, Friederike Schmitz, Ventil 2022
• „Peaceful Gardening – Biovegan gärtnern. Das Praxisbuch“, Susanne Heine, BLV Buchverlag 2015

III – Dorf / Land
• „Besser als nie“, Roman von Stephan Thome, Suhrkamp, Berlin 2026; Siebzehn Jahre sind vergangen, seit in der Literatur schon einmal Grenzgang gefeiert wurde, in Stephan Thomes gleichnamigem Romandebüt. Inzwischen allerdings hat sich das gesellschaftliche Klima grundlegend verändert …
• „Der lebende Beweis“, Roman von Lola Randl, Matthes und Seitz, Berlin 2026; Zurückgezogen auf den Dachboden ihres Hauses, blickt eine Frau Mitte 40 auf das Dorf, in das sie einst voller Hoffnung gezogen ist …
• „In der Nähe. Vom politischen Wert einer ostdeutschen Sehnsucht“, Sachbuch von Simon Strauß, Klett-Cotta, Stuttgart 2025; Eine Erkundung des Lebens in der Kleinstadt Prenzlau. Der Rezensent Steffen Mau weißt auf Probleme eines „Kults der Nähe“ hin (ZEIT, 27.11.25).
• „Stadt – Land. Aushandlungen einer markanten Differenz in Literatur und Gesellschaft der Gegenwart“, Katharina Mohring, Natalie Moser, Ulrike Schneider (Hrsg.), Transcript 2025
• „Die Gehörnten“, Roman von Tobias Schwartz, Elfenbein Verlag 2025; Nach  „Nordwestwärts“, „Vogelpark“ und „Landkrank“  der vierte und letzten Teil eines Zyklus über den Dorf-Mikrokosmos Emlichheim (Niedersachsen).
• „Lebensversicherung“, Roman von Kathrin Bach, Edition Azur, Desden 2025; Westdeutsche Provinz in den neunziger Jahren: Fertighäuser auf der einen, traditionelle Höfe auf der anderen Seite des Dorfes. Ein Sportplatz, eine Gastwirtschaft, ein Bäcker, eine Buswendeschleife. Und: ein Versicherungsbüro …
• „Untergrund“, Roman von Annegret Liepold, Blessing 2025; … über eine Jugend auf dem Land zwischen der Sehnsucht nach Zugehörigkeit, radikaler Wut und den blinden Flecken der eigenen Familie. …
• „Ein Dorf 1950-2022“, Ute Mahler, Thomas Mahler, Ludwig Schirner, Hartmann 2024; Fotografie-Buch über das Dorf „Berka“ in Thüringen mit Texten von Jenny Erpenbeck, Anja Maier, Steffen Mau, Gary Van Zante.
• „Rural Rebellion“, Katalog zur Ausstellung von Christoph Hesse Architects Korbach/Berlin, Aedes 2024
• „Ohne Kultur keine Nachhaltigkeit. Wie der Kultur- und der Naturbereich gemeinsam die UN-Nachhaltigkeitsziele voranbringen können“, Hg. v. Olaf Zimmermann und Hubert Weiger, Deutscher Kulturrat 2023 (auch kostenloser PDF-Download); Besonders interessant sind die Ausführungen zum ländlichen Raum …
• „Unser Deutschlandmärchen“, Dinçer Güçyeter, Mikrotext 2022/Fischer Taschenbuch 2024; Preis der Leipziger Buchmesse 2023; Von archaischer Verwurzelung in anatolischem Leben und von der Herausforderung, als Gastarbeiterin und als deren Nachkomme in Deutschland (Nettetal) ein neues Leben zu beginnen. … Missverständnisse, Konflikte in der Schuhfabrik, beim Bauern auf dem Feld oder in der eigenen Kneipe …
• „stadt land text nrw. 10 Regionen, 10 Autor*innen – ein NRW-Lesebuch“, Kulturraum Niederrhein e. V. (Hrsg.), 2020; Mit Beiträgen von Justine Z. Bauer für Sauerland und Barbara Peveling für Südwestfalen.
• „Bauernkriegspanorama“, Essay von Kathrin Röggla, Verbrecherverlag, 2020
• „Niederungen und Erhebungen“, autbiografische Erzählung von Volker Demuth, Matthes & Seitz, Berlin 2019; Ein Bauernhof, eine Kleinstadt, ein Haus am Fluss …
• „Niemand ist bei den Kälbern“, Roman von Alina Herbing, Arche Verlag, Hamburg 2017
• „Unterleuten“, Roman von Juli Zeh, Luchterhand, München 2016; Nachdem der Windkraft-Konzern Vento Direct seinen Plan vorstellt und ein Investor aus Bayern auftaucht, der den Einwohnern ihr Land ein zweites Mal entziehen will, bleibt in Unterleuten kein Stein auf dem anderen …
• „Grenzgang“, Roman von Stephan Thome, Suhrkamp 2009; Alle sieben Jahre steht Bergenstadt Kopf: Beim traditionellen »Grenzgang« werden die Grenzen der Gemeinde bekräftigt …
„Der Sonntag, an dem ich Weltmeister wurde“, Erzählung von Friedrich Christian Delius, Rowohlt 1994; Die Handlung umfasst die Erlebnisse eines 11-jährigen Jungen im hessischen Dorf Wehrda am 4. Juli 1954, dem Tag, an dem Deutschland die Fußball-Weltmeisterschaft gewann.
• „Sátántangó“ – der erste, 1985 publizierte Roman vom Nobelpreisträger von 2025: László Krasznahorkai. Deutsche Übersetzung von Hans Skirecki: „Satantango“, Fischer-Verlag, 2010. 1994 Verfilmung von Béla Tarr; Thematisierung des Stillstands der Zeit und das apokalyptische Gefühl von Krise und Verfall am Beispiel eines ungarischen Dorfes während der letzten Tage des Kommunismus. (Wikipedia)
„Unruhe um einen Friedfertigen“, Roman von Oskar Maria Graf, 1947; Eine seiner Moritaten aus dem Landleben. Ihre böse Pointe besteht in dem innigen Neben- und Durcheinander von Brutalität und Brauchtum, Faschismus und Vormoderne … (Jens Jessen)

IV – Echsen(menschen) / Wahn / Verschwörungtheorien
• „Ausverkauf des Konzils. Die Päpste und die Piusbruderschaft – eine Konfliktgeschichte“ von Jan-Heiner Tück (Mitherausgeber des OnlinePortals www.communio.de), Herder, 2026
• „Muskismus: Aufstieg und Herrschaft eines Technoking. Technologie, Macht und Größenwahn – wie Elon Musk die Demokratie herausfordert“ von Quinn Slobodian und Benn Tarnoff, Edition Suhrkamp, 2026
• „Misstrauensgemeinschaften. Zur Anziehungskraft von Populismus und Verschwörungsideologien“, Aladin El-Mafaalani, Kiepenheuer & Witsch, 2025
• „Mit Männern leben: Überlegungen zum Pelicot-Prozess“ von Manon Garcia, übersetzt von Andrea Hemminger, Edition Suhrkamp, 2025
• „Die Alarmierten. Was Verschwörungstheorien anrichten“, Michael Butter, Suhrkamp, Berlin 2025
• „Die Anastasia-Bewegung. Völkisch, esoterisch, antisemitisch“, Hanna Poddig, Unrast, Münster 2025
• „Autoritäre Rebellion“, Andreas Speit, Ch. Links 2025
• „Das ist Krieg. Die geheimen Strategien radikaler Fundamentalisten zur weltweiten Abschaffung der Menschenrechte“, Klementyna Sucharow, Europa Verlag, München 2023
• „Laufendes Verfahren“, Roman zum NSU-Prozess von Kathrin Röggla, S.Fischer 2023
„Verschwörungstheorien. Ursprung – Anhänger – Bewältigung“, Jens Lehmann (Hrsg.), Nomos, Baden-Baden 2022
• „Rechtsextremismus. Geschichte und Gestalt“, Christoph Schulze, Marix Verlag, 2021, auch Sonderausgabe bpb, Bonn 2022
• „Die Reise ins Reich. Unter Rechtsextremisten, Reichsbürgern und anderen Verschwörungstheoretikern“, Tobias Ginsburg, Rowohlt Verlag, Hamburg 2021
• „Rechte Esoterik. Wenn sich alternatives Denken und Extremismus gefährlich vermischen“, Matthias Pöhlmann, Herder, Freiburg 2021

• „Eidechsen“, Joachim Sartorius, Naturkunden, Matthes & Seitz 2019
• „Völkische Landnahme. Alte Sippen, junge Siedler, rechte Ökos“, Andrea Röpke, Andreas Speit, Ch. Links 2018
• „Nichts ist, wie es scheint. Über Verschwörungstheorien“, Michael Butter, Suhrkamp Verlag, Berlin 2018
• „Die autoritäre Revolte. Die Neue Rechte und der Untergang des Abendlandes“, Volker Weiß, Klett-Cotta, Stuttgart 2017
• „Krötenliebe“, Julya Rabinowich, Roman, Deuticke Verlag, Wien 2016; Verrat, Genie, Fetisch: Alma Mahler, Oskar Kokoschka und Paul Kammerer
• „Angst“, Dirk Kurbjuweit, Roman, Rowohlt Berlin 2013
• „Iguana. Ein romantisches Märchen“, Roman von Anna Maria Ortese von 1965, Wagenbach 2000
• „Farm der Tiere“ (Originaltitel: „Animal Farm“), George Orwell, 1945; Über den Umschlag einer Revolution in eine Gewaltdiktatur …
• „Der Krieg mit den Molchen“ (Válka s mloky), Science-Fiction-Roman des tschechischen Schriftstellers Karel Capek von 1936, Diogenes 1981; ... eine Satire auf den ewigen Faschismus der Menschen.
• „Die verhängnisvollen Eier“, Erzählung des russischen und sowjetischen Schriftstellers Michail Bulgakow von 1925, Anaconda 2024
• „Tief Unten“ (Là-Bas), Roman von Joris-Karl Huysmans (1891), übers. u. hrsg. v. Ulrich Bossier, Reclam, 1994; auch unter dem Titel:
„Die Schule der Satanisten“, übers. v. Caroline Vollmann, Haffmans, 2018
• „Bartleby, der Schreiber“, Erzählung von Herman Melville von 1853, Übersetzung von K.-H. Ott, Kampa 2025

Ausstellungen, Filme ...

https://www.youtube.com/watch?v=N4bFqW_eu2II – Ausstellungen
II – Filme / Videos
III – Radio-Sendungen
IV – Musik
V – Kunst

I – Ausstellungen
• „Grund und Boden. Wie wir miteinander leben“, Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, K21, Düsseldorf, 29.11.25 – 19.04.26; Über menschliches Zusammenleben: Krieg, Vertreibung, Flucht und Zerstörung der Natur, aber auch Wiederaufbau und Regeneration, Wohnen, Pflanzen, Besitzen und Teilen. Visionen für eine gerechte und nachhaltige Zukunft.
„UTOPIA. Recht auf Hoffnung“, Kunstmuseum Wolfsburg, 27.09.25 – 11.01.26; Eine umfangreiche Publikation beschäftigt sich u.a. mit ökologischen Utopien, der Bauwende als Utopie, postanthropozäner Architektur …
• „WEtransFORM: Zur Zukunft des Bauens“, Bundeskunsthalle Bonn, 6. Juni bis 25. Jan. 2026; Im Fokus stehen zentrale Praktiken wie die Revitalisierung von bestehenden Gebäuden, klimaresiliente Lösungen für Extremwetterereignisse, Förderung von Biodiversität, zirkuläre Wiederverwertung oder die Vermittlung von Zukunftsmodellen
„Still Work After the Harvest“, Kunstausstellung von Julian Rümenapf in JVB e.V., Turmstraße 10, Berlin, 2.+3. August 2025; Fragen nach Vergangenheit, Verlust, Andenken und dem Wandel ländlicher Lebensrealitäten …
• „Zukunftsfelder, Land bewirtschaften und nutzen“, Themenschwerpunkt von FUTURIUM, Berlin, Mai 2025
• „Ein Dorf. Ute Mahler, Werner Mahler, Ludwig Schirner, Fotografien von 1950 – 2022“, Akademie der Künste Berlin, bis 04.05.2025
• „Rural Rebellion“ , Christoph Hesse Architecs (Korbach/Berlin) in Aedes Architekturforum Berlin, bis 25.10.2024
• „Closer to Nature. Bauen mit Pilz, Baum, Lehm“, Berlinische Galerie, 16.02.24 bis 14.10.24
• „Haus“, Kunstausstellung, Basement, Berlin, 2023

II – Filme / Videos
• „Heimsuchung“, Film von Volker Schlöndorff, Deutschland 2026, im Erscheinen. Verfilmung von Jenny Erpenbecks gleichnamigen Roman von 2008, mit Angela Winkler u.a..
• „Rose“, Film von Markus Schleinzer, Österreich/Deutschland 2026, im Wettbewerb der Berlinale; Sandra Hüller erhält einen silbernen Bären; Im 17. Jahrhundert kommt in deutschen Landen ein Soldat in ein Dorf und behauptet, der Erbe eines verlassenen Gutshofs zu sein …
• „Wie geht Natur?!“ ein Film über Naturschutz mit Michael Succow von Jakob Friedrich u. Jason Küger, 2025
• „Sehnsucht in Sangerhausen“, Film von Julian Radlmaier, Deutschland 2025. Eine ostdeutsche Kleinstadt wird zum Schauplatz für eine Geschichte über Zusammenhalt und Gemeinschaft, über Deutschland und seine Arbeiter*innen und die Sehnsucht nach einem anderen Leben.
„Sturm kommt auf“, ZDF-Zweiteiler von Matti Geschonneck mit Josef Hader und Sigi Zimmerschied, 2025, nach dem Roman „Unruhe um einen Friedfertigen“ von Oskar Maria Graf;  ... lebt von der Pointe, dass der Nationalsozialismus seine Ideologie nicht brauchte, um in der Provinz zu reüssieren. Der Humus von Geiz und Gier und dörflichem Neid genügte … (Jens Jessen)
• „Letzte Ernte“, Tatort-Film. ARD, mit Maria Furtwängler, 26.10.2025; Ein Bio-Apfelbauernhof im Alten Land kämpft ums Überleben und es rollt ein Kopf …
„Sie sind unter uns“, Polizeiruf 110, ARD, 21.09.25 mit Claudia Michelsen: Amok-Alarm an der Schule: Schüsse fallen … Was treibt den Teenager Jeremy zu dieser Wahnsinnstat? (…) Von seinem paranoiden Weltbild, in dem Verschwörungstheorien [mit Reptiloiden] eine zentrale Rolle spielen, will niemand etwas gewusst haben …
• „In die Sonne schauen“, Film von Mascha Schilinski, Preis der Jury in Cannes 2025; Berlin-Premiere am 27.08.25. Über rund 100 Jahre und vier Generationen von (vor allem) Frauen spannt Schilinski einen assoziativen, magisch-realistischen, formal wie erzählerisch gewagten Bogen, der ausschließlich in einen Gehöft in der Altmark in Sachsen-Anhalt angesiedelt ist und die Geister der Vergangenheit und der Gegenwart durchmisst. …
• „Borowski und das Haupt der Medusa“, Tatort, ARD 2025
Um einen neuen Reisepass zu beantragen, besucht Borowski das Bürgeramt. Als der Kommissar am Nebentisch des abwesenden Sachbearbeiters Frost das Foto eines düsteren Hauses sieht, kriecht eine unheilvolle Erinnerung in ihm hoch.
• „Milch ins Feuer“, Spielfilm Deutschland 2024, mit Karolin Nothacker, Johanna Wokalek, Pauline Bullinger … Regie: Justine Bauer. Max Ophüls Preis 2025. Dorf- und Bauernleben der Frauen im Hohenlohischen zw. Schäbisch Hall und Crailsheim …
• „Verschwörungstheorien – Eine Einführung“, ein Vortrag von Michael Butter bei Evangeliksche Akademie Abt Jesrusalem mit Hinweisen auf Podcasts bei ImPact:Dialog und auf die berliner Beratungsstelle VERITAS-Berlin, am 04.12.24 (YouTube)
„Verschwörungen – Die Wahrheit der Anderen“, eine sechsteilige ZDF-Doku-Reihe von 2023 (ZDF-Mediathek); U.a. werden die Zusammenhänge von Echsenmenschen, UFO-Mythen, QAnon und politischem wie auch religiösem Rechtsextremismus beleuchtet.
„Oderbruch“, Mystery-Thriller-Serie, Deutschland/USA/Polen, ARD 2023. In der Nähe des kleinen Dorfes Krewlow wird auf einem Feld ein Berg von Leichen und Tierkadavern gefunden ..
„Niemand ist bei den Kälbern“, Spielfim Deutschland 2022, nach dem gleichnamigen Roman von Alina Herbing, mit Saskia Rosendahl, Rick Okon und Godehard Giese, Regie: Sabina Sarabi
„Alles in bester Ordnung“, Spielfilm Deutschland 2021, mit Corinna Harfouch und Daniel Sträßer, Regie: Natja Brunckhorst, Musik u.a. Erdmöbel: Vakuum. Sammelleidenschaft zwischen Messietum und Kunst …
• „Das Haus“, Spielfilm nach einer gleichnamigen Kurzgeschichte von Dirk Kurbjuweit über ein Smart Home, das sich selbständig macht. Regie: Rick Ostermann, Deutschland 2021. Mit Tobias Moretti: „Das Haus reagiert nicht (mehr) auf uns, es macht, was es will.“
• „Das Lied des toten Mädchens“, ARD-TV-Krimi mitTorben Liebrecht und Lara Mandoki. Regie: Felix Herzogenrath, 2021
Ein Safe House im Sauerland … (u.a. Winterberg, Meschede, Bruchhauser Steine …)
• „Unterleuten – Das zerissene Dorf“, ZDF-Serienfilm 2020, nach dem gleichnamigen Roman von Juli Zeh; Regie Magnus Vattrodt, Matti Geschonneck
„Angst – Der Feind in meinem Haus“, Spielfilm, ZDF-Eigenproduktion 2017, nach dem Roman „Angst“ von Dirk Kurbjuweit, Regie: Thomas Berger. Stalking unter einem Dach und Verzweiflung am Rechtsstaat …
• „Grenzgang“, ARD, 2013, mit Claudia Michelsen und Lars Eidinger, Regie: Brigitte Maria Bertele; Grimme-Preis;
Verfilmung des gleichnamigen Romans von Stephan Thome.
„Das weisse Band – Eine deutsche Kindergeschichte“, Drama Deutschland/Österreich/Frankreich/Italien 2009, mit Christian Friedel, Burkhart Klaußner, Ulrich Tukur, Susanne Lothar …, Regie: Michael Haneke;  Goldene Palme von Cannes. Mysteriöse Vorfälle im fiktiven Dorf Eichwald vor Beginn des Ersten Weltkriegs in Norddeutschland … Haneke: „Überall, wo es Unterdrückung, Demütigung, Unglück und Leid gibt, ist der Boden bereitet für jede Art von Ideologie.“
• „Schwarzwaldhaus 1902“, vierteilige Doku-Soap, Regie Volker Heise, SWR/ARD, 2002; Grimme-Preis 2003; Gedreht wurde auf dem Kaltwasserhof in Münstertal/Schwarzwald, wobei die realen Lebensverhältnisse von 1902 reproduziert wurden.
„Sátántangó“  – Regie Béla Tarr,1994; sw, 450 Min.; Verfilmung des gleichnamigen Romans über den Niedergang eines Dorfs von László Krasznahorkai.
• „
Geschichten aus den Hunsrückdörfern“, Dokumentarfilm von Edgar Reitz, 1980/81. Eine Art Prolog zu „Heimat – Eine deutsche Chronik“, dem ersten Teil von Reitz‘ „Heimat“-Tetralogie. Während diese das Spannungsverhältnis zwischen Bleiben und Fortgehen zum zentralen Thema macht, stellt die Dokumentation ausschließlich Menschen vor, die ihre Heimat nie dauerhaft verlassen haben. (Wikipedia)

III – Radio-Sendungen
• „Das Dorf Etteln und die Digitalisierung“, eine Radio-Peportage am 3. Mai 2025 im Deutschlandfunk (Wochenendjournal)
• „Knonau reichts“, vierteilige „Tiefenblick“-Reportage, WDR5 2021 (nicht mehr online)
Karl ist Messie. Mit seiner Sammelwut versetzt er ein ganzes Schweizer Dorf in Aufruhr. Der Schandfleck soll verschwinden. Die Gemeinde droht mit der Zwangsräumung seines Grundstücks. Doch da geht der Ärger erst richtig los.

IV – Musik
• „Gras“ von Gerhard Gundermann (1955-1998), 1992
Immer wieder wächst das Gras …
• „
Der Untergang des Hauses Usher“ in: Tales of Mystery and Imagination – Edgar Allan Poe, The Alan Parsons Project, 1976 (YouTube)
• „The House of the Rising Sun“ von The Animals, 1964
There is a house in New Orleans/They call the Rising Sun/And it′s been the ruin of many a poor boy/And God, I know I’m one
The House of the Rising Sun“ von Joan Baez, 1960
There is a house in New Orleans/They call the Risin′ Sun/
And it’s been the ruin of many poor girl/And me, oh, God, for one

V – Kunst
• Gregor Schneider (*1969 in Rheydt) hat sich immer wieder künstlerisch mit einem Haus in Mönchengladbach-Rheydt auseinadergesetzt. Für sein bekanntestes Werk – Totes Haus u r, im deutschen Pavillon auf der Venedig-Biennale – wurde er 2001 mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet.