CO-HABITATION
Der Begriff Kohabitation (von spätlateinisch cohabitare „zusammen wohnen“) wird in der Politikwissenschaft, Soziologie und Biologie – und zunehmend auch in der Architektur gebraucht. Ich meine mit Co-Habitation die gegenwärtigen Herausforderungen des Zusammenlebens von Menschen und allen anderen Tieren auf unserem Planeten – ähnlich, wie es das Ausstellungsprojekt „Cohabitation“ von ARCH+ im Jahr 2021 beschrieben hat.
In the year 2026 …
foodwatch-Unterschriftenkampagne gegen den Pestizid-Bumerang:
„In Brüssel wird gerade über neue Pestizid-Regeln für diese verbotenen Mittel verhandelt. Der Vorschlag ist bei weitem nicht ausreichend – aber Landwirtschaftsminister Rainer macht es noch schlimmer: Er blockiert selbst diesen halbherzigen Vorstoß.
Damit gefährdet er nicht nur uns Verbraucher:innen. Es trifft vor allem auch die Feldarbeiter:innen im globalen Süden, die täglich mit Pestiziden arbeiten und Gesundheitsschäden erleiden. Denn während die EU gefährliche Pestizide bei uns vom Markt nimmt, verkaufen Chemiegiganten wie Bayer & BASF sie munter weiter – und exportieren sie dorthin, wo die Schutzregeln schwächer sind.“
foodwatch fordert: echte Null-Toleranz für verbotene Pestizide und strenge Kontrollen bei importierten Produkten. Was in Europa verboten ist, darf nicht in andere Länder exportiert werden! (21.05.26)
Pestizide zerstören auch den Boden:
Studie zu Pflanzenschutzmitteln: Pestizidreste beeinglussen Kleinstlebewesen im boden. „Während die EU-Kommission plant, Pestizide einfacher zuzulassen, zeigt eine neue Studie: Reste von Pflanzenschutzmitteln auf Äckern und Wiesen wirken sich auch auf Kleinstlebewesen im Boden aus.
In den Böden der Äcker, Wälder und Wiesen ist Leben: Regenwürmer, Fadenwürmer und Millionen kleinster Bakterien sind dort am Werk, um Blätter, Gräser oder Wurzeln zu zersetzen. Diese Kleinstarbeit ist nicht nur relevant für unser Klima, sondern auch für unsere Ernährungssicherheit. Sie hält unsere Böden fruchtbar. Doch Reste von Pflanzenschutzmitteln (…) verändern diese wichtige Arbeit …“
(Tagesschau, 28.01.26)
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BaumEntscheid e.V. ruft zur #Baumwahl auf und bittet um Spenden für die Kampagne:
„Berlins grüne Zukunft steht auf dem Spiel: Der Senat blockiert das BäumePlus-Gesetz!
Während die ersten Fristen des Berliner Klimaanpassungsgesetzes gerissen wurden und weitere unerbittlich näher rücken, verweigert der Senat die nötigen Mittel für die Umsetzung. Lasst uns deshalb die Hinhaltetaktik des Finanzsenators stoppen und Berlins Bäume zum Wahlkampfthema machen! (…)
Wir müssen den Baum-, Hitze- und damit Menschenschutz jetzt zur wichtigsten Messlatte für die Abgeordnetenhaus- und Bezirkswahlen 2026 machen …“
21.05.26
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Nur jeder fünfte Baum ist gesund.
Hitze, Trockenheit und Schädlinge haben den deutschen Wäldern in den vergangenen Jahren zugesetzt. Der neue Waldzustandsbericht zeigt: Die Lage bleibt angespannt. Doch es gibt auch eine positive Entwicklung.
Den Wäldern in Deutschland geht es weiterhin schlecht. Das geht aus dem neuen Waldzustandsbericht hervor, den Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer (CSU) vorgestellt hat. Demnach ist jeder fünfte Baum gesund – vier von fünf Bäumen sind also nach wie vor krank. Rainer sprach von einer Stabilisierung im Jahr 2025 trotz ungünstiger Wetterbedingungen. (…)
Ein Indiz dafür, dass Bäume nicht gesund sind, ist die sogenannte Verlichtung der Baumkronen. Der Bericht zeigt, dass sichtbare Nadel- und Blattverluste der Baumkronen „weiterhin auf einem sehr hohen Niveau“ sind und sich im Vergleich zu 2024 kaum verändert haben. (…) Insgesamt hätten sich die Wälder (…) bis heute nicht von den Dürrejahren zwischen 2018 und 2020 erholt.
Fast ein Drittel Deutschlands ist von Wald bedeckt.
Rainer erklärte, die Stabilisierung des Waldzustands sei auch ein Ergebnis des langjährigen Waldumbaus. Mischwälder mit Laub- und Nadelbäumen können dem Klimawandel besser trotzen als etwa reine Kiefernwälder. Er betonte die wirtschaftliche Bedeutung der Wälder. Sie stünden für „Arbeitsplätze, Handwerk, Wertschöpfung im ländlichen Raum – vom Sägewerk bis zum Schreinerbetrieb“ … Der Wald müsse geschützt werden. „Und Wald schützen heißt Wald nutzen.“
Tagesschau 24, 19.05.26
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Viele Waldökosysteme müssen deshalb dringend wiederhergestellt werden, damit sie auch zukünftig wichtige Funktionen für Mensch und Natur erfüllen können. „Dazu gehören mehr natürliche Waldentwicklung, vielfältige Mischwälder mit heimischen Baumarten, der Schutz alter Wälder und deutlich mehr Raum für natürliche Prozesse“, so Selbert.
Die EU-Verordnung zur Wiederherstellung der Natur sieht genau das vor. Sie bietet den politischen Rahmen und die Chance, Waldökosysteme langfristig zu stabilisieren und ihre natürlichen Funktionen zu stärken. Entscheidend ist jetzt eine ambitionierte Umsetzung in Deutschland. Im ersten Schritt haben Bund und Länder im April den Entwurf für den Nationalen Wiederherstellungsplan vorgelegt. Bis September muss der Plan fertiggestellt und bei der EU-Kommission eingereicht werden.
Abgeordnete in Brüssel wollen zentrale Umweltgesetze schwächen, die Natur, Arten und uns Menschen schützen:
Petition: Hände weg vom Naturschutz!
Nabu, 19.05.26
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Expertenrat warnt: Deutschland vefehlt alle Klimaziele bis 2025
(FR, 18.05.26)
Der Expertenrat für Klimafragen verlangt von Umweltminister Carsten Schneider, das Klimaschutzprogramm zu verschärfen. Auch Katherina Reiches neues Heizungsgesetz kommt nicht gut an. (…)
Es ist eine Ohrfeige für die Bundesregierung und für deren zentrale Klimaschutzbehörde, das Umweltbundesamt (UBA): Der unabhängige Expertenrat für Klimafragen stellt in einem aktuellen Prüfbericht fest, dass das UBA in seinen Projektionsdaten für die kommenden Jahre und Jahrzehnte zu geringe Treibhausgasemissionen erwarte. Die angestrebten Klimaziele seien nicht erreichbar, teilten die Wissenschaftler während der Vorlage des Berichts am Montag mit, auch nicht mit dem jüngsten Klimaschutzprogramm von Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD). (…) „Daher empfiehlt der Expertenrat der Bundesregierung eine Überarbeitung des Klimaschutzprogramms“, heißt es in den Ratschlägen ungewöhnlich deutlich. Zudem erwarten die Fachleute, „dass der Bundesregierung weitere Klagen gegen ihre Klimapolitik drohen könnten“.
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Die neue, von Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) vorangetriebene Heizungsregelung erhält auch aus den eigenen Reihen Feuer. Die Klimaunion, ein Zusammenschluss von CDU-Mitgliedern, hält das Gebäudemodernisierungsgesetz für verfassungswidrig. Grundlage für diese Einschätzung ist ein Papier, wonach die Novelle „mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit“ gegen die Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts verstoße. Vor allem deshalb, weil sie den Weiterbetrieb fossiler Heizungen theoretisch über das Jahr der Klimaneutralität 2045 hinaus ermögliche.
FAZ, 18.05.26
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Tierwelt am Limit
„Wer sind die Menschen, die Tauben füttern?“ fragt Laura Ewert in DIE ZEIT vom 13.05.26. „Wie viele Menschen vor Tauben Angst haben, dazu gibt es praktisch keine Zahlen. Aber Vermeidung trägt nicht gerade dazu bei, Ängste abzubauen. Also könnte man, ein bisschen verkürzt, sagen, je mehr der Mensch sich von der Natur abspaltet, desto eher fürchtet er sich vor ihr. Vielleicht ekeln wir uns auch einfach davor, dass diese Tiere unseren Müll fressen, vielleicht ekeln wir uns also vor allem vor uns selbst? …“ Es ist Frau Ewerts Ausdrucksweise anzumerken, dass sie selber – wie wohl die Mehrheit der Menschen – voller herabsetzender Abwehr gegenüber Tauben und den Menschen, die sich für sie einsetzen, ist. Sie merkt dies ein wenig selbst – das macht den Artikel interessant.
Die schöne, sehr aufschlussreiche Ausstellung „PIGEON PARADOX“ im Künstler-Projektraum Meinblau beschäftigt sich mit Tauben und mit lauter Widersprüchen und Ungereimtheiten in unserem Verhältnis zu ihnen.
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Es gibt nun ein neues „Heizungsgesetz“ – und viel Kritik bezüglich Klima- und Umweltschutz …
„Mit dem neuen Gebäudemodernisierungsgesetz (GMG) ersetzt die Bundesregierung das alte Gebäudeenergiegesetz (GEG) der Vorgängerregierung. Es wurde heute vom Bundeskabinett verabschiedet.“ (Tagesschau)
13.05.26
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„Die Menschen in Deutschland haben am 10. Mai die natürlichen Ressourcen aufgebraucht, die rechnerisch für das ganze Jahr reichen müssten. Die Organisation Global Footprint Network berechnet den sogenannten Erdüberlastungstag jährlich für einzelne Länder sowie für den ganzen Planeten. 2025 war der deutsche Erdüberlastungstag schon am 3. Mai. Aktualisierte Daten und geänderte Berechnungsmethoden haben dazu geführt, dass sich der Stichtag in diesem Jahr um eine Woche nach hinten verschoben hat.
Deutschland verbrauche besonders durch den Einsatz fossiler Energien deutlich zu viele Ressourcen, teilte der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) mit. Hauptverursacher seien energieintensive Industriebranchen, der Gebäudesektor, der Straßenverkehr und die industrielle Tierhaltung. Die Folgen der Entwicklung seien längst spürbar, etwa durch Dürren, Starkregen oder zunehmende Hitze in Städten. …“
09.05.26, Spiegel
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Tierwelt am Limit
Aus Versehen in der Sendung Plusminus (ARD) auf einen Bericht über billiges Kalbfleich aus Holland gestoßen: „In den Niederlanden werden Kälber unter Bedingungen gemästet, die in Deutschland verboten sind. Das billige Fleisch wird trotzdem hier verkauft.“ Das ganze abgrundtiefe Elend der Milch- und Fleisch-Industrie tut sich auf, wenn man abends überrumpelt in die Augen solch gequälter Kreaturen sieht und dazu die unglaublichen Zahlen von betroffenen Tieren hört.
Die Fakten sind mir schon seit Jahren bekannt. Hier geht es nicht um das Aufdecken eines besonderen Missstands, sondern um legale, extreme strukturelle Gewalt. Ich muss mich sofort abwenden, da mich solche Bilder über einen langen Zeitraum bis in den Schlaf verfolgen. Aber ich zwinge mich ohne Bilder zuzuhören. Wer macht das schon? Wer schaut noch TV und gerät aus Versehen in solch eine Sendung über den Horror der Tierindustrie? Und wer bleibt dann noch dran? Und wer zieht irgendwelche Konsquenzen?
06.05.26
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Vom 24. bis zu 29. April richten Kolumbien und die Niederlande in der kolumbianischen Stadt Santa Marta die 1. Konferenz zum Ausstieg aus fossilen Brennstoffen (First Conference on Transitioning Away from Fossil Fuels) aus. Die internationale Konferenz bringt Vertreterinnen und Vertreter von Regierungen, von Städten und lokalen Gemeinschaften sowie Zivilgesellschaft und der Wissenschaft zusammen, um über Pläne für einen gerechten und geordneten Ausstieg aus fossilen Brennstoffen zu beraten.
Der Iran-Krieg hält die Welt in Atem und verdeutlicht einmal mehr die enorme Abhängigkeit von Öl und Gas. Schon lange wissen wir: fossile Brennstoffe sind ein wesentlicher Treiber der Klimakrise. Es erfordert dringend ein Umdenken: den Ausstieg aus fossilen Energieträgern und den Wechsel hin zu nachhaltigen Alternativen.
Im Pariser Klimaabkommen haben die Staaten der Welt beschlossen, spätestens in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts Treibhausgasneutralität zu erreichen. Das Abkommen strebt an, den durchschnittlichen globalen Temperaturanstieg auf 1,5°C im Vergleich zu vorindustriellen Werten zu begrenzen. Um dieses Ziel überhaupt noch erreichen zu können, ist aus wissenschaftlicher Sicht schon deutlich vor dem Jahr 2050 eine deutliche Verringerung der Treibhausgasemissionen durch fossile Brennstoffe notwendig.
21.04.2026, DGVN
Vielleicht reisen ja jetzt alle vom aktuellen Petersberger Klimadialog nach Santa Maria und bilden dort endlich eine „Allianz der Willigen” für konkrete Schritte in Richtung eines postfossilen Zeitalters …
Europa steht dabei vor einer doppelten Herausforderung: zunehmende Klimakatastrophen und eine fragile Energieversorgung im Kontext geopolitischer Krisen – von der Ukraine bis zum Nahen Osten. Dennoch setzen politische Antworten in Deutschland und Europa weiterhin auf fossile und riskante Technologien wie Fracking und Atomkraft. Dabei sind Erneuerbare Energien nicht nur klimafreundlich, sondern auch krisensicher, denn Sonne und Wind lassen sich nicht blockieren. Außerdem ist eine Umstellung des in hohem Maße von fossiler Energie und globalen Lieferketten (von industrieller Stickstoffdünger) abhängigen industriellen Agrar- und Ernährungssystem zu einem agrarökologischem System mit lokalen Stoffkreisläufen notwendig, um eine weitere globale Ernährungskrise zu vermeiden (mehr dazu: Landwirtschaft und Ernährung jetzt krisensicher machen! 21.04.2026).
Es muss uns eine sozial gerechte und ökologische Energiewende gelingen, die gleichzeitig eine Antwort auf geopolitische Krisen und den politischen Rechtsruck ist!
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Tierwelt am Limit
Wird Timmy auferstehen?
Die Geschichte eines gestrandeten Wals berührt kurz vorm Osterfest viele Menschen. Warum das so ist, erklärt uns Rainer Hagencord, Leiter des Instituts für Theologische Zoologie.
(…)
taz: Warum empfinden so viele Empathie mit Timmy, dem Wal, aber nicht dem Schwein in der Massentierhaltung oder dem Huhn in der Legebatterie?
Hagencord: Der Biologe Rupert Sheldrake hat einmal gesagt, dass wir nur noch zwei Kategorien von Tieren haben. Die einen verwöhnen wir mit Tierfutter und die anderen werden dazu verarbeitet. Eine ganze Kultur verschließt die Herzen, ist völlig gnadenlos gegenüber dem Schicksal der Millionen von Tieren, die in den Schlachthöfen enden – und die anderen Tiere sind Familienmitglieder. Doch nun kommt der Wal und ist dazwischen. Er ist kein Tier, das wir füttern und liebhaben. Er konfrontiert uns mit der Wirklichkeit.
04-10.04.2026, Wochentaz
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Oster-Botschaft: Es ist einfach, auf Eier (Fischbrötchen … und sämtliche Tierprodukte) zu verzichten!
„Ostern werden die Eier knapp. Wie pflanzlicher Ersatz Klima, Hühnerleben und Geldbeutel schont – und wie das Backen damit am besten gelingt: Kein Ei ist auch eine Lösung„
Jost Maurin, 30.03.26, taz
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Tierwelt am Limit
18. Feb. bis 4. April – Passionszeit. Leidenszeit der Tiere …
– In dieser Zeit sind in Brandenburg 3 Millionen gezüchtete und massenhaft gehaltene Hühner und Puten, die mit der Newcastle-Krankheit infiziert worden waren, getötet worden. (02.04.26, taz).
Im Vergleich zur Geflügelpest H5N1, die seit September 2025 in Deutschland kursiert, hat die nach 30 Jahren pötzlich wieder aufgetauchte Newcastle-Krankheit innerhalb von nur 5 Wochen zu größeren „Tierverlusten“ geführt.
Wir erleben eine Rückkehr mehrerer Tierseuchen. Neben der Newcastle-Krankheit: Afrikanische Schweinepest, Blauzungenkrankheit, Geflügelpest, Maul- und Klauenseuche … (31.03.26, zdf)
– In dieser Zeit, vielbeachtet seit dem 23. März, verirrte sich ein junger Buckelwal, eingeschnürt von Fischernetzresten, in die leergefischte Ostsee, lief im von Dünger aus der Landwirtschaft verseuchtem seichtem Wasser auf eine Sandbank auf und liegt dort nun im Sterben.
– In dieser Zeit, am 31. März, verirrte sich ein junger Wolf in die Stadt Hamburg hinein und fand nicht mehr hinaus …
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12.03.26, Die Zeit
„Raus! Raus aus dem Öl. Raus aus dem Gas. Raus aus dem ganzen Irrsinn. Das geht nicht von heute auf morgen. (…) Es gibt aber keinen Grund, länger als absolut nötig an der fossilen Abhängigkeit festzuhalten, wenn alternative Technologien existieren und sogar schon auf deutschen Dächern verbaut sind. Es ist ein schwerer Fehler, dass die Regierung gerade jetzt mit der Reform (beziehungsweise Aufweichung) des Heizungsgesetzes und der Solarbeihilfen den Eindruck erweckt, die Energiewende sei ein ideologisches Projekt der Grünen. Sie ist vielmehr Politik für die langfrisitge Wohlstandssicherung …“
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26.02.26, Handelsblatt
„SpaceX will schon bald satellitengestützten, globalen Mobilfunk anbieten, in wenigen Jahren Rechenzentren im All betreiben und im Orbit Tankstellen für die nächste Raumschiffgeneration aufbauen. Musks jüngster Raketentyp soll endlich auch Menschen zu anderen Himmelskörpern befördern. Seine fixe Idee: Die Menschheit muss um jeden Preis andere Planeten besiedeln, damit sie nicht ausstirbt, wenn die Erde unbewohnbar wird.“
(…)
„Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) plant, die Förderung für Photovoltaikanlagen (PV) auf Hausdächern abzuschaffen. Das geht aus einem rund 400-seitigen Entwurf für eine Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes hervor … (…) Das Ende der Förderung könnte das Quasi-Ende neuer PV-Anlagen auf Privatdächern bedeuten. (…) Diese Entscheidung, gepaart mit der Reform des Heizungsgesetzes und der politischen Rückkehr der Öl- und Gasheizungen bringt … Energiereporterin Catiana Krapp, zu einem vernichtenden Urteil. Das Bekenntnis der Bundeswirtschaftsministerin zu den Klimazielen sei angesichts dieser Entwicklungen „lächerlich“. Sie kommentiert: ‚Die Diskrepanz zwischen dem, was die Bundesregierung verspricht, und dem, was sie tut, wird gerade unerträglich.'“
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24.02.26
Die Koalition hat sich auf die Eckpunkte für ein neues Heizungsgesetz geeinigt. Damit soll die 65-Prozent-Quote von erneuerbaren Energien bei neuen Heizungen wegfallen.
Über die „Abschaffung des Heizungsgesetzes“ freuen sich Spahn& … auf Kosten von Klima, Umwelt und Mieter*innen.
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Tierwelt am Limit
20.02.26 – Erscheinungsdatum von dem Buch:
Tierwelt am Limit. Die erstaunlichen Anpassungsstrategien der Wild- und Haustiere und ihr Scheitern imAnthropozän von Norbert Sachser und Niklas Kästner, Rowohlt 2026
... Doch solche Anpassungen haben ihre Grenzen – und sie werden immer öfter erreicht. Wildtierbestände schrumpfen, Arten sterben aus; Tiere in den Ställen und im Haus erfahren massives Leid. Norbert Sachser und Niklas Kästner erläutern auf dem neuesten Stand der Wissenschaft, wie dramatisch der Lebensraum von Wildtieren im Zeitalter des Menschen verändert wird und Haustiere durch extreme Haltungsbedingungen und fragwürdige Zuchtziele ein Leben fristen, das ihren komplexen Bedürfnissen keinesfalls gerecht wird.
«Es führt kein Weg daran vorbei, unseren Umgang mit der Natur radikal zu verändern, wenn wir die natürliche Vielfalt auf unserem Planeten erhalten wollen.»
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Die Agrarindustrie profitiert, während die bäuerliche und ökologische Landwirtschaft verliert.
#WHES26
In the year 2025 ...
Im Vorfeld der Weltklimakonferenz in Belén ist klar, dass das 1,5°-Ziel von der Weltklimakoferenz von 2015 in Paris nicht mehr ereichbar ist, und es folglich nicht mehr (nur) um Klima-Schutz, sondern nun besonders um Klima-Anpassung gehen muss. Mit anderen Worten ist somit der Übergang zu einer Art Kollapspolitik eingeläutet. Unterdessen nennt der „Deutschlandtrend“ die Sorgen der Deutschen um Umwelt und Klima auf Platz 4. Auf Platz 3 soziale Gerechtigkeit, Platz 2 Wirtschaft und Platz 1: Zuwanderung.
06.11.25
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Mal eine überraschende, gute Nachricht: Mit Beschluss vom 3. November 2025 hat das Berliner Abgeordnetenhaus das deutschlandweit erste Klimaanpassungsgesetz in Gestalt des „BäumePlus-Gesetzes“ des Baumentscheids parteiübergreifend ohne Gegenstimmen in einem beispiellosen Miteinander von Volksentscheid, Parteien und Politik angenommen.
03.11.25, BaumEntscheid.de
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„(Pandemie) Wie die Vogelgrippe die Artenvielfalt bedroht“ – in Deutschlandfunk Nova
Der Vogelgrippe-Virus H5N1 verbreitet sich derzeit in Deutschland und weltweit stärker als zuvor. Er mutiert weiter und inzwischen gibt es eine neue Variante, die noch gefährlicher ist. Viele ohnhin schon in ihrem Bestand gefährdete Vogelarten sind nun existenziell bedroht.
Es werden inzwischen auch Säugetiere angesteckt (besonders gefährdet sind Katzen). Auch Menschen können sich infizieren, allerdings gibt es (noch) keine Mensch-zu-Mensch-Übertragung. Sollte diese stattfinden, besteht die Gefahr einer neuen Pandemie. Für diesen Fall gibt es schon Impfmittel …
Die ursprüngliche Vogelgrippe hat ihren natürlichen Hintergrund in Wildvogelpopulationen. Die erste Verbreitung fand also durch Zugvögel statt – und besonders auch durch den illegalen Wildvogelhandel.
Die weitere Mutation und die große Verbreitung des Influenza-Virus fand und findet im System der Massentierhaltung statt. In der gängigen massenhaften Haltung von Vögeln (Hühner, Enten, Gänse, Truthähne …), die viel Stress und Schwächung für die Tiere bedeutet, gedeiht das Virus besonders gut.
Die „Schutzmaßnahmen“ (Keulungen, Stallpflicht …), die derzeit getroffen werden, gelten allein der Geflügelwirtschaft, nicht den sogenannten Nutztieren, nicht den Wildtieren, nicht der Biodiversiät und letztlich auch nicht den Menschen.
(Siehe auch Dossier zur Vogelgrippe von „Flugbegleiter“ auf Riffreporter.de)
31.10.25
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Wieder einmal grassiert die Vogelgrippe. Das Inferno ist nicht die Grippe, sondern die unzähligen, viel zu vielen Tiere, die eigens für die Ernährung produziert werden.
Die unvorstellbar große Zahl der „Keulungen“ bedeutet für diese Tiere nur ein etwas früherer Tod nach einem kurzen harten Leben.
Einer Mutation des Vogelgrippevirus könnte bald Menschen infizieren. Dann hätten wir wieder eine Zoonose wie Corona.
Dass vom Menschen auf Tiere übertragbare Infektionskrankheiten ursächlich mit einem gestörten Verhältnis von Menschen und anderen Tieren zusammenhängt, ist längst erwiesen. Konsequenzen bleiben aus, die Fleischregale bleiben voll – von Epidemie zu Epidemie zu Pandemie …
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Fast jeden Monat gibt es irgendwo ein Extremwetterereignis (aktuell ein Riesen-Hurrikan auf Jamaika) – dies ist eine Folge des Klimawandels.
Nun (10. bis 20. November) steht wieder eine UN-Klimakonferenz – die COP 30 in Belém/Brasilien an. Alle Vertragsstaaten waren aufgefordert, ihre Klimaziele bis September einzureichen. 2/3 haben dies diesmal nicht getan – auch Deutschland und die EU nicht.
Standortpolitik als Geopolitik gegen aggressive Mächte steht jetzt über allem und starke Player behaupten, dass dies nun erstmal auch auf Kosten von Klimazielen und multilateralen Verträgen gehen müsse. Wirtschaft, Waffen, Wachstum. Andere sehen dies als sehr kurzsichtig an und argumentieren (leicht verzweifelt) nicht minder ökonomisch:
Wir müssen etwas tun und wir können auch was tun. Erneuerbare Energien, Elektroautos oder Batterien sind so günstig wie nie. Hier macht es Sinn mehr zu tun. Wir können, wenn wir den Klimaschutz richtig machen, auch einen sozialen Ausgleich hinbekommen. Es gibt so viele rationale Argumente mehr zu tun. Hier auf die Bremse zu treten und die Fossilen wieder zu befördern, das ist aus meiner Sicht irrational. (Niklas Höhne, Klimawissenschaftler, in den Tagesthemen)
28.10.25
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Vom 28. bis 31.08.25 findet in Kuhlmühle in Nordbrandenburg das Kollapscamp statt, wo sich erstmals mit den zwangsläufigen Folgen der eskalierenden ökologischen Katastrophe und der unmittelbar damit verbundenen gesellschaftlichen Krise befasst wird. Organisator*innen, Beitragende und Teilnehmer*innen kommen nicht nur aus der klassischen Klimabewegung, sondern aus den unterschiedlichsten Organisationszusammenhängen, in denen schon seit Jahren und in diversen Lebensbereichen versucht wird, die zerstörerischen Folgen unserer Lebensweise abzumildern.
(kollapscamp.de)
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Deutschland ist Haftbar. Staaten können für Klimaschäden juristisch zur Verantwortung gezogen werden. Deutschland muss eine Kehrtwende machen, sonst könnte es teuer werden.
„Im April 2021 hatte das Bundesverfassungsgericht geurteilt: Zu wenig Klimaschutz verletzt die Rechte kommender Generationen. Damals hatte die Regierung von Angela Merkel (CDU) deshalb eiligst das Klimaschutzgesetz geändert. Ausgerechnet die Ampel-Regierung schwächte es aber wieder ab. Dagegen liegt eine neue Verfassungsbeschwerde vor, die noch in diesem Jahr entschieden werden dürfte. (…)
Trotzdem subventioniert auch die Regierung von Friedrich Merz (CDU) weiterhin fossile Energien, etwa mit den staatlich geförderten Flüssigerdgasterminals oder dem Dienstwagenprivileg. Trotzdem will Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche jede Menge neue Gaskraftwerke bauen lassen.
Wer verursacht, haftet. Dieser Grundsatz gilt seit dieser Woche auch für unterlassenen Klimaschutz. Zwar hat der IGH betont, dass die konkrete Haftung einer Einzelfallprüfung unterliegt. In 70 Jahren werden sich die Menschen aber vermutlich genauso über die juristische Debatte zur Haftungspflicht wundern, wie wir heute über das ‚Bankkonto für die Frau‘.“
25.07.25, taz, Nick Reimer zum IGH Klima-Gutachten
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Heute ist Earth Overshoot Day (Erdüberlastungstag). Das heißt, dass jetzt schon alle Ressourcen der Erde für das ganze Jahr aufgebraucht sind: „humanity is currently using nature 1.8 times faster than Earths ecosystems can regenerate. (…) Overshoot isn’t just the driver behind biodiversity loss, resource depletion, deforestation, and the buildup of greenhouse gases in the atmosphere, which intensifies extreme weather events. It also fuels stagflation, food and energy insecurity, health crises, and conflict.“
24.07.25, foodprint network
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Völkerrecht verpflichtet zu Klimaschutz
Der Internationale Gerichtshof in Den Haag (IGH) hat am 23. Juli eine Stellungnahme zum Klimaschutz veröffentlicht und entschieden:
Eine ’saubere, gesunde und nachhaltige Umwelt‘ ist ein Menschenrecht; Der Klimawandel stellt eine ‚universelle und ernstzunehmende Bedrohung‘ für die Weltgemeinschaft dar und daraus ergibt sich eine völkerrechtliche Verpflichtung der Staaten, ‚erhebliche Umweltschäden zu verhindern‘ und die Erderwärmung einzudämmen; Die westlichen Industrieländer sind besonders gefordert; Die Verbindlichkeit des 1,5-Grad-Ziels des Pariser Klimaabkommen von 2015 steht; Keine geeigneten Maßnahmen zu ergreifen, kann völkerrechtswidriges Handeln sein, vom Klimawandel geschädigte Länder könnten Anspruch auf Entschädigung haben.
Dieser „potenzieller Wendepunkt“ im internationalen Klimarecht geht auf eine studentische Initiative von 2019 zurück, die der Inselstaat Vanuatu dann an die UN herangetragen hat. Das Gutachten des IGH ist für einzelne Staaten nicht bindend, kann jedoch politische Signalwirkung entfalten kann. „Kein Gericht kann ein völkerrechtliches Gutachten des Internationalen Gerichtshofs einfach ignorieren“, sagt der Völkerrechtler Markus Gehring.
„Heute haben die kleinsten Staaten der Welt Geschichte geschrieben“, so die Studentengruppe, die das Verfahren in Gang gebracht hat. Greenpeace und Germanwatch äußern sich auch sehr angetan.
DW und SZ, 23.07.25
Diese Begeisterung kann man befremdlich finden: „Es gibt (…) keinen Pfad, auf dem dieses Gutachten (…) zu mehr Klimaschutz führen würde, trotzdem feiern die Verdrängungsklimas es ab, als hätten die letzten fünf Jahre, das gesellschaftliche Abwenden vom Klimaschutz nie stattgefunden. Mit einer Verdrängungsgesellschaft über Klimaschutz zu reden ist Taubenschach …“
Friedliche Sabotage, 24.07.25
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Deutschland hat bereits heute den diesjährigen Erdüberlastungstag erreicht.
Das bedeutet nach Berechnungen der Umweltorganisation Global Foodprint Network, dass wir schon so viele natürliche Ressourcen verbraucht haben, wie uns bei einer nachhaltigen Lebensweise für das ganze Jahr zustehen würden. (…)
Gestern wurde bekannt, dass der Verfassungsschutz die gesamte (u.a. den Klimawandel leugnende) Partei AfD als gesichert rechtsextrem eingestuft hat. Nun wird der Entzug der staatlichen Parteifinanzierung und auch wieder verstärkt ein Verbotsverfahren gegen die AfD diskutiert.
Tagesthemen, 03.05.25
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Im Koalitionsvertrag spielt der Klimaschutz nur eine untergeordnete Rolle.
Tagesschau, 15.04.25
Laut EU-Klimadienst-Copernicus-Bericht war 2024 das wärmste jemals gemessene Jahr in Europa. Viele Städte sind von Hitze und Trockenheit betroffen, aber auch Extremwetterereignisse, wie Starkregen, werden immer häufiger.
Zdf, 16.04.25 – siehe Meldung vom Januar …
Jens Spahn möchte die rechtsextreme Klimaleugnerpartei AFD „wie jede andere Oppositionspartei“ behandelt sehen.
16.04.25
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Bei der COP16 in Rom (UN-Artenschutzkonferenz) haben rund 200 Länder einen mehrjährigen Finanzierungsplan für den Schutz von Natur und Artenvielfalt auf den Weg gebracht. Für die kommenden Jahre werden zwei Hauptaktionsbereiche festgelegt: die Beschaffung zusätzlicher Mittel in Milliardenhöhe für die biologische Vielfalt und die Entscheidung über die Institutionen, die diese Mittel bereitstellen sollen …
SPIEGEL Online, 28.02.25
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Im Wahlkampf der Parteien spielten Klimawandel und Biodiversitätsverlust kaum eine Rolle …
Trump-USA steigen aus dem Pariser Klimaabkommen und aus der WHO aus … Beenden USAID …
Und in der EU steht der Green Deal unter immensem Druck – was werden der neue Clean Industrial Deal und das Omnibus-Gesetz zum Bürokratieabbau an Schutz von Natur und Menschenrechten entlang der Lieferketten übrig lassen?
19.02.25
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Am 18. Januar fand wieder die alljährliche Wir-haben-es-satt-Demo gegen Argrarindustrie statt. Nur zwischen 3.500 und 9.000 Menschen nahmen teil. An dem Fakt, dass die aktuelle Landwirtschaft in Deutschalnd und weltweit maßgeblich zum Klimawandel und Artensterben beiträgt hat sich allerdings noch nichts geändert.
Wir brauchen eine pflanzenbasierte Landwirtschaft und es gibt Wege dahin. Z.B.: gemeinsam gegen die Tierindustrie.
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Am 10.01.2025 meldete der EU-Klimadienst Copernicus, dass 2024 das wärmste Jahr weltweit seit Beginn der Wetteraufzeichnung war. Mit 1,6 Grad über der vorindustriellen Zeit wurde nun erstmals die 1,5 Grad-Marke, die auf der Weltklimakonferenz (COP21) 2015 in Paris beschlossen worden war.
Extremwetter (Überschwemmung bei Valencia, Brände in Californien …) werden wahrscheinlicher und heftiger je mehr sich die Erde erhitzt – und das tut sie rasant.
Dieses Logo habe ich 2015 für die von mir mitgegründete, nicht mehr bestehende Gruppe „Animal Climate Action“ entwickelt. Es könnte ein Huhn darstellen, auch eine Taube, oder ein Papagei …
Habe zusammengelebt mit Hühnern, Enten, Gänsen, Kaninchen, Hunden, Katzen, Ratten, Kakerlaken, Läusen, Mäusen, Fledermäusen, Fliegen, Bienen, Spinnen, Motten, Mücken, Mungos, Mambas, Geckos, Gottesanbeterinnen, Eidechsen, Senegal-Papageien, Krähen, Spatzen, Wespen, Ameisen, Tauben, Fruchtfliegen, Silberfischen, Waschbären, Glühwürmchen, Tagpfauenaugen… Aktuell immer noch mit Stanleysittichen und wer weiß …
Leider noch aktueller Flyer zur Demo gegen die Eurotier 2016
Es geht weiter mit u.a.:
• Gemeinsam gegen die Tierindustrie
• Hauptstadttiere
Weshalb wir die Vögel brauchen? Um nicht die Hoffnung zu verlieren!
Denn noch sind sie da, die Vögel. Noch sehen wir sie jeden Tag am Himmel, in den Bäumen und Büschen, am Strand, in den Bergen, auf den Wiesen und auf dem Wasser. Sie sind nicht nur ein wichtiger Teil natürlicher Kreisläufe, ein Verbindungsstück zwischen Luft und Erde, Wasser und Land, Süden und Norden. Sie sind auch unsere Verbindung zur Natur, einer der letzten, alltäglichen Zugänge zu einer sonst rar gewordenen Wildnis. Freuen wir uns darüber, dass sie da sind. Und verlieren wir sie nicht aus dem Blick. Denn solange der Himmel voller Vögel ist und die Luft voller Gesang, solange gibt es auch die Hoffnung auf eine lebenswerte Zukunft für uns alle.
(Sarah Heuzeroth in ihrem wunderbaren Buch: „Die Welt in einer Eierschale. Wie die Artenvielfalt uns rettet und warum wir Vögel brauchen“, Eichborn Verlag, Bastei Lübbe, 2024 )
Alle Tiere sollten um ihrer selbst willen respektiert werden, sie sollten nicht für irgendwelche Zwecke missbraucht werden.
Auch deshalb bin ich für ein pflanzenbasiertes Ernährungssystem. Dieses entspricht obendrein am ehesten dem Klimaschutz – wie u.a. diese Studien und Veröffentlichungen zeigen.
Das Recht ist ein wichtiges Selbstverständigungs- und Steuerungsinstrument der Gesellschaft. Deshalb sind Menschenrechte, Tierrechte und Rechte der Natur wichtig. Und deshalb setzt ich mich auch dafür ein, dass Ökozid als Straftatbestand im Völkerstrafrecht (neben Genozid, Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Kriegsverbrechen, Verbrechen der Aggression) anerkannt wird (Stop Ecocide).
Schwere Naturzerstörung gehört zu den wesentlichen Treibern von Klimakrise und Artensterben. Das Problem ist systemisch und wird vom aktuellen Rechtsystem befördert: Schäden an der natürlichen Mitwelt werden von Behörden genehmigt, von Regierungen mit Milliarden-Subventionen gefördert und von Gesellschaften geduldet. Umweltverbrechen sind mittlerweile auf Platz 4 der organisierten Kriminalität vergerückt und generieren jährlich Umsätze von mehr als 200 Milliarden Euro. Das Äquivalent der Schäden, die durch legalisierte Naturzerstörung verursacht werden, dürfte noch deutlich höher liegen.
(HBS-Stiftung/DGVN/Stop Ecocide Deutschland, Juli 2024)
Ökozid bedeutet rechtswidrige oder willkürliche Handlungen, mit dem Wissen begangen, dass eine erhebliche Wahrscheinlichkeit schwerer und entweder weitreichender oder langfristiger Schäden für die Umwelt besteht, die durch diese Handlungen verursacht werden.
(Rechtliche Definition vom Juni 2021)
The movement will rise again, rise like a phoenix!
„Und wie kommen wir in die Puschen? Mit einem neuen Bewegungszyklus, einer Bewegung, die ernst nimmt, dass die globalen sozialökonomischen Katastrophen (nicht nur Klima, sondern auch Biodiversität et. al.) einhergehen mit einem massiven Anstieg der faschistischen Bedrohung, und bisher waren es vor allem die Rechten, die die berechtigten Ängste vieler Menschen vor Zukunft und Kollaps instrumentalisiert und zur politischen Produktivkraft ihres Projekts gemacht haben.
Das bedeutet: Wir dürfen selbst und in der politischen Kommunikation diese Ängste nicht verdrängen, sondern müssen sie anerkennen. Müssen zur Akzeptanz und durch die Akzeptanz vorwärts zur realistischen Hoffnung, einer Hoffnung auf Gemeinsamkeit, Solidarität, Menschlichkeit in einer dunkler werdenden Welt, anstatt einer falschen Hoffnung, die auf Bullshit und Verdrängung aufbaut und immer entmächtigender wird, je mehr der Kollaps zur Realität wird.“
(Tadzio Müller: „Zwischen friedlicher Sabotage und Kollaps. Wie ich lernte, die Zukunft wieder zu lieben“, Mandelbaum Verlag, 2024, S. 294, 297)
Stanleysittich FriKo
