MISCELLANEA
„Miscellanea“ ist Latein und bedeutet: Vermischtes. Das Wort klingt nach einem Ozean voller kleinster Organismen.
Das verwandte deutsche Wort „Miszellen“ (von lat. miscella ‚Gemischtes‘) ist die Bezeichnung für eine Rubrik, unter der diverse Kurztexte veröffentlicht werden.
* * *
Der Bartleby von Olsberg oder „Recht auf Verwahrlosung“ als Recht auf Wegschauen?
Als ich wieder in mein Büro kam, lag dort – ach – ein Brief des Hausbesitzers auf dem Schreibtisch. Ich öffnete ihn mit zitternden Händen. Der Mann teilte mir mit, dass er die Polizei gerufen und Bartleby wegen Landstreicherei ins Gefängnis habe werfen lassen. Da ich mehr über Bartleby wisse als jeder andere, bat er mich, dort vorstellig zu werden und zu diesem Sachverhalt eine entsprechende Erklärung abzugeben. Diese Mitteilung löste in mir zwiespältige Gefühle aus. Zuerst war ich empört, dann aber beinahe einverstanden. Die energische, entschlossene Haltung dieses Hausbesitzers hatte ihn Maßnahmen ergreifen lassen, zu denen ich mich wohl nie durchgerungen hätte; und doch schien mir sein Vorgehen in dieser besonderen Situation der einzig noch mögliche Weg.
Aus „Bartleby, der Schreiber“ von Herman Melville in der Übersetzung von Karl-Heinz Ott (1853/2025)
Mit völlig konsternierender Eigensinnigkeit stellt sich der angestellte Schreiber Bartleby gegen seinen Chef, dem Notar der Kanzlei. Bartleby möchte immer „lieber nicht“ machen, was der Notar ihm – neben der Hauptbeschäftigung des Abschreibens von juristischen Dokumenten – aufgibt zu tun. Dabei steht die höfliche Form der Absage, die kommunikationsoffen und konzessionsbereit klingt, im irritierenden Kontrast zur tatsächlich sturen, kompromisslosen Weigerung Bartlebys, den Anweisungen des Notars zu folgen. Dieses Verhalten von Bartleby stürzt den anfangs ungläubig empörten Notar zunehmend in Verzweiflung und geradezu in den Wahnsinn. Der Notar kann seine eigenen Interessen nicht durchsetzen und zuletzt überlässt er sein Büro dem sich dort eingenisteten Bartleby – nimmt ihn vor anderen in Schutz und bezeichnet ihn sogar als „Freund“.
Herr Kraft hatte auch Bartleby-Eigenschaften. Er unterlief Recht und Gesetz und ignorierte die dazugehörigen Autoritäten. Er war auch ein „Schreiber“. Unmengen (fast ein 10-Kubikmeter-Container voll) von Briefen an Gerichte und Rechtsanwälte mussten nach der gerichtlich angeordneten Räumung entsorgt werden. Wie Bartleby nahm Kraft immer mehr Raum ein und wie bei jenem führte das dazu, dass alle in seinem Umfeld immer mehr zurückwichen: die Geschwister, die Nachbarn und Dorfbewohnerinnen ebenso wie die kommunalen Ämter und Behörden.
In einem schleichenden Prozess vertreibt Bartleby seinen Chef aus dessen Büro. Herr Kraft konnte über Jahre hinweg unbehelligt ein Grundstück von über 2.000 qm lückenlos mit NVA-Militär-LKWs zustellen – dazwischen unendlich viel, mitunter toxischen Unrat abstellen. Er durfte ein denkmalgeschütztes Bauernhaus vermüllen und verfallen lassen und weiter darin hausen. Er konnte, als Sozialhilfebedürftiger fast ohne Mittel, einen Oldtimer-PKW immer wieder durch den TÜV bringen. Er konnte Herr der Straße sein, denn man wechselte die Straßenseite, um Begegnungen mit ihm zu vermeiden.
Diverse behördliche Versuche, ihn umweltrechtlich, denkmalrechtlich, ordnungsrechtlich einzuschränken, konnte Herr Kraft leicht mit dem Hinweis auf den fernen Eigentümer des Grundbesitzes abweisen. Diverse behördliche Versuche, den Eigentümer zur Rechenschaft zu ziehen, beantwortete dieser mit der bevollmächtigten Zuständigkeit seines Quasi-Pächters. Dieser etwas vertrackten Situation war niemand gewachsen, man tat nichts mehr und sah weg. Sah jahrelang auch hinweg über die gespenstische Militär-Wagenburg entlang der Straße am Fuße des Schlosses.
Es gibt ein Recht auf Selbstbestimmung, das mitunter als „Recht auf Verwahrlosung“ gedeutet wird, es gibt aber auch eine Pflicht zur Hilfe: “ … besteht eine akute Gefahr für den Menschen mit Demenz oder andere Personen, besteht eine klare Handlungspflicht.“ (Jochen Gust, Demenz-Zeitung.de, 2025)
Wann wird eine zu beobachtende wachsende Gefahr für einen hilfsbedürftigen Menschen akut? Wann darf, wann muss gegen den Willen einer Person zu ihren Gunsten eingegriffen werden? Wann ergreift jemand Initiative und beschließt, dass es reicht, dass etwas getan werden muss? Dass es an der Zeit ist, zu klären, wer was wie zu tun hätte.
Herr Bartleby hungert sich fast zu Tode, Herr Kraft verkam fast mit Krebserkrankung und humpelnd im eigenen Dreck.
Wie bei Bartleby bedurfte es auch bei Kraft des Hausbesitzers, der neuen Hausbesitzerin, um der heillosen Geschichte ein Ende zu bereiten. Bartleby kommt ins Gefängnis und Kraft wird zwangsgeräumt (es wird ihm bei der Gerichtsvollstreckung vom Sozialamt eine Unterkunft angeboten, man ist aber froh, dass ihn sein Freund, sein Schatten, mitnimmt, und man diese Sache schon wieder los ist). Hilfe kann das für die entkräfteten Herren keine mehr sein: Beide sterben kurz darauf. (Schlafen ein. „Mit Königen und Kanzlern.“)
Im Fall von Bartleby gibt es keine Hinweise auf vermittelnde Bemühungen des Hausbesitzers, aber im Fall von Kraft kann gesagt werden, dass die Hausbesitzerin zuvor lange intensiv aber erfolglos für den Mann bei der Stadt, beim Sozialamt und bei der Caritas um Hilfe gebeten hat.
Kann ein hilfloser, allerdings weithin als schwierig, gar als unangenehm … empfundener Mensch seinen Anspruch auf Hilfe, auf Würde, verwirken? Und werden es immer mehr … zu viele … Bartlebys? Wahnsinnig anstrengende, kranke, alte …, lästige … Menschen?
„Mehr Menschen mit Demenz werden als verwahrlost auffällig werden. Wenn es der Gesellschaft nicht gelingt, den Fachkräftemangel im Gesundheits- und Pflegesektor wirksam zu bekämpfen, sind die Folgen für ältere und insbesondere demenzkranke Menschen dramatisch vorhersehbar: Mehr Fälle von Verwahrlosung und Selbstvernachlässigung. Menschen mit Demenz sind besonders vulnerabel, weil sie auf regelmäßige Ansprache, Struktur und Unterstützung angewiesen sind. Verwahrlosung entsteht nicht in erster Linie durch Staub, Unordnung oder schmutzige Wäsche. In der Konsequenz muss uns als Gesellschaft klar sein: von Themen wie Verwahrlosung und Selbstvernachlässigung bei Demenz können wir uns nicht via „Hauswirtschaftshilfen“ über die Pflegekassen freikaufen. Wirksam sind nur Versorgungsmodelle, die körperliche, soziale und psychische Bedürfnisse im Blick haben – und die Zeit dafür gegeben ist, auf Bedarfe angemessen zu reagieren.“ (Jochen Gust, s.o.)
(Januar 2026)
* * *
C.K.
K.K. hat heute Geburtstag. Er wäre 90 Jahre alt geworden. Sein Erbe – das Echsenhaus – nimmt immer noch soviel Raum ein, dass kaum Platz bleibt für C.K., die schon 92 Jahre alt ist und so weit weg wohnt.
Von K.K. ließ sich C.K. 1989 scheiden und sie sahen sich nicht wieder. Auf das Echsenhaus warf C.K. 2020 einmal kurz einen Blick.
So, wie es sich K.K. für sich gewünscht hatte, und so wie es B.K. eisern für sich durchsetzen wollte, lebt C.K. im hohen Alter (wieder) im Haus Ihrer Kindheit. Anders als diesen Männern war ihr dieses Verharren, diese Rückkehr jedoch nie wichtig. Inzwischen hat sie die Vertrautheit und Geborgenheit am Geburtsort aber zu schätzen gelernt. Nach vielen anderen Lebensorten – zunächst mit K.K. und Kindern, dann auch allein.
Das Leben zwischen den Welten geht kaum ohne heftige Brüche.
Vor wenigen Tagen sagte C.K., dass sie mit vielen schwierigen Dingen im Leben endlich abschließen wolle. Dies zu sagen, bedeutet, dass immer noch Riesengewichte auf ihren Schultern lasten, sie aber den Versuch aufgeben möchte, diese Gewichte aufzulösen. Damit verschwindet das Gewicht nicht, aber hoffentlich die Last.
Wie unterschiedlich Menschen unter der Last der Verantwortung für Mißglücktes leiden … Manche mit verbitterter Rechthaberei, manche mit ewigen Selbstvorwürfen …
(12.10.25)
(C.K. in Bolivien. 1965 heiratete sie K.K. dort.)
* * *
CSD-HOFFNUNGS-ECHSE
Mein Weg zur Stabi kreuzte sich mit dem CSD-Zug. Das Echsenhaus und die Freundschaft mit LKW-Fahrer Thomas haben meine Aufmerksamkeit auf ein anderes Detail des Zuges gelenkt. Die riesige Anzahl (80!?) von bespielten Riesen-LKWs, die u.a. von REWE, Vattenfall, Siemens, Commerzbank, Deutsche Bank, BVB, Tierschutzverein … für ihre queere Belegschaft und die inklusive Message gechartert worden waren, fand ich fast so krass wie die Monster-Trecker auf den großen Bauern-Demos von 2024. Da waren sie wieder, diese gewaltigen Dinosaurier-Echsen aus dem fossile-Energie-Erdzeitalter. Aber eine Echse (von einem evangelischen Hilfswerk) war doch auch schön: Völlig mit grünen Paillettenschuppen überzogen und „Grün ist die Hoffnung“ preisend, zog sie schunkelnd und fauchend hinter einem halbvertrocknetem Bäumchen vorbei. Einige Stunden später traf ich sie auf meinem Heimweg hinter der Siegessäule wieder. Sie und die anderen LKW-Echsen wurden da schon wieder flugs abdekoriert und rückgebaut. Manche sahen wie gestrandete und bis auf die Knochen abgenagte Walfische aus. Aber die grüne Echse funkelte noch und blinzelte mit ebenso grünen Augen.
(26.07.25)
* * *
UN-KONFERENZEN / COP
COP = Conference of the Parties – im Völkerrecht das höchste Gremium einer internationalen Konvention, eines Abkommen, völkerrechtlichen Vertrags bzw. eines Übereinkommens, wie etwa unter der Schirmherrschaft der UNO oder der WHO. Alle Vertragsstaaten sind jeweils zur Teilnahme eingeladen.
28.02.25: Nun doch ein positives Ergebnis in der globalen Zusammenarbeit: bei der COP16 in Rom haben rund 200 Länder einen mehrjährigen Finanzierungsplan für den Schutz von Natur und Artenvielfalt auf den Weg gebracht. Für die kommenden Jahre werden zwei Hauptaktionsbereiche festgelegt: die Beschaffung zusätzlicher Mittel in Milliardenhöhe für die biologische Vielfalt und die Entscheidung über die Institutionen, die diese Mittel bereitstellen sollen … SPIEGEL Online.
2024: Nach der UN-Biodiversitätskonferenz COP16 in Cali/Kolumbien und der UN-Klimakonferenz COP29 in Baku/Aserbaidschan ist der Frust groß – trotz mancher Teilerfolge.
Das Instrument der COP* scheint aus der Zeit gefallen, der Multilateralismus ein vergebliches Unterfangen, die Länder zum gemeinsamen Handeln zu bewegen. Der Kampf gegen das Artensterben und die Klimakrise kann aber nicht im nationalen Alleingang gewonnen werden. Dafür braucht es multilaterale Treffen und die uneingeschränkte Bereitschaft der Industrienationen ihren Verpflichtungen nachzukommen …
* * *
CLOSER TO NATURE
Bauwende
Mit, statt gegen die Natur bauen.
Diese Bauten atmen, wachsen, sind lebendig. Pilz, Baum und Lehm sind Partner.
Verschiedene Disziplinen, modernster Technologien und traditioneller Praktiken greifen ineinander: Pilzforschung, Baubotanik, Lehmbau …
(Friederike Hoberg, Sven Pfeiffer/MY-CO-X, Ferdinand Ludwig/Ola, Martin Rauch/Lehm Ton Erde Baukunst)
Natur vs. Architektur
Vor natürlichen Einflüssen wie Witterung oder wilden Tieren zu schützen, ist die elementare Funktion des Bauens. Deutlicher noch als andere diente diese Kulturtechnik dazu, die Natur zurück-zudrängen, zu überwinden und im besten Falle nutzbar zu machen. Dementsprechend beschrieb Le Corbusier, einer der Heroen der Moderne, noch 1925 das Bauen von Städten als „eine Tat des Menschen wider die Natur.“
Kritik und Gegenentwürfe, sowohl utopisch-visionäre als auch realisierte und erfolgreiche, gab es in der Architekturgeschichte immer wieder. Insbesondere in Berlin rund um die IBA 1987 entwickelte sich eine ökologische Architekturbewegung. Auch sie setzte auf Naturbaustoffe und versuchte, Gebäude stärker in die Kreisläufe ihrer natürlichen Umwelt zu integrieren, Sonnenenergie und Regenwasser zu nutzen, mit vorgefundener Vegetation behutsam umzugehen und diese in die Bauten einzubinden. Nicht zuletzt die seit der Wiedervereinigung auch politisch beförderten Diskurse um „Kritische Rekonstruktion“ und Hauptstadtwerdung verschoben den Fokus und ließen solche Ansätze größtenteils wieder versiegen. Die historisierende Architektur, die heute vielerorts entsteht, ist davon ebenso eine Folge wie die Tatsache, dass die Opposition von Natur und Architektur immer noch ungebrochen ist. Diese bestimmt weiterhin vor allem eine Konkurrenz um Raum und Ressourcen. Doch scheint es angezeigt, diese Beziehung zukünftig neu zu denken.
Nachhaltige Architektur
ist nicht allein technisch, etwa mit Fokus auf ökologische Baustoffe und Energieeffizienz, definiert, sondern auch kulturell, indem sie das gewohnte Verhältnis von Architektur und Natur hinterfragt und für unsere nicht-menschliche Umwelt sensibilisiert.
(Nach/Aus Texten zur Ausstellung „Closer to Nature. Bauen mit Pilz, Baum, Lehm“ in der Berlinischen Galerie, 16.02.24 – 14.10.24)
Wie „close to nature“ wurde das Echsenhaus (Wohnhaus von 1870, Anbau und Scheune von 1926) gebaut?
Wie „close to nature“ war die lange Zeit der „Verwahrlosung“, der Prepper-Ära und Hortung der Militärfahrzeuge?
Wie „close to nature“ ist nun die Wiederinstandsetzung?
Pflanzen und Tiere haben sich über Jahrzehnte des Echsenhauses bemächtigt, eine Sanierung, ein teilweiser Abbruch erfordern ihre Berücksichtigung – jedenfalls wohl im Sinne jener kulturellen Dimension von nachhaltiger Architektur und von Co-habitation. Aber was bedeutet das konkret für eindringende Bäumchen und Efeu, für teils seit Generationen dort hausende Spinnen, Vögel, Ratten, Waschbären? Schon mit der gründlichen Räumung mussten viele von ihnen gehen. Unendlich viele Spinnen stoben in alle Himmelsrichtungen auseinander, Nester wurden verlassen, Ratten fanden nicht mehr die gewohnten Nahrungsberge und Waschbären zerstörten zu viel und wurden in die Flucht geschlagen. Etwas retten bedeutete hier, etwas anderes zerstören. Da stellt sich nur die Frage: Ist die Rettung die Zerstörung wert? Habitate für Menschen gegen Habitate von anderen Tieren. Weil man’s kann – und muss. Den Anderen das Haus überlassen, es ökologisch-freundlich verfallen lassen ist keine Option. Das Echsenhaus steht zu nah an der Straße. All die Investition von Arbeit und Geld wäre dahin.
(13.10.24)
* * *
K.K.
Welch fatale Begegnung zweier Männer Anfang der 1990er Jahre: K.K. (1935-2020), ungewollt-geschiedener vierfacher Vater, als Kind vom Bauernhof im Böhmerwald in der damaligen Tschechoslowakei vertriebener Holzingenieur in der Entwicklungszusammenarbeit, aus Esslingen im Schwabenland, trifft auf B.K. (1934-2023), verwöhnter, verarmter, alleinstehender, alteingesessener Bauernsohn aus Olsberg-Antfeld im Sauerland. Der eine, der einst Heimat und dann auch Familie verlor, erwarb 1992 das Hausgrundstück des anderen, um ihm in der Not der Insolvenz eine spätere Rückkaufoption zu schaffen. Sein Motto: „Probleme dieser Welt können wir lösen!“ Ihr gemeinsames Hof-Problem nahmen sie jedoch beide mit ins Grab. Der eine konnte diesen völlig verwahrlosten Grundbesitz, den er nur selten besuchte, nicht mehr vor seinen Kindern geheim halten, der andere, durchgehend dort hausende, konnte ihn nicht mehr gegen die Erben des anderen verteidigen. In bäuerlicher Herkunft und extrem traditionellem Glauben freundschaftlich verbunden, bildeten sie eine jahrzehntelang währende, mit der bösen Welt hadernde und sich gegen diese verschanzende Haus-Schicksalsgemeinschaft aus der Ferne und bis zum Schluss per „Sie“.
K.K. hat heute Geburtstag, er wäre 89 geworden. Vor fast 5 Jahren ist er gestorben. Seit fast 5 Jahren mühen wir uns mit seinem Echsenhaus ab, räumten es und versuchen, seinen Fall aufzuhalten, es in gute Hände zu übergeben.
(12.10.24)
Nov. 2015, K.K. und B.K.,
bei Madonna auf dem Hamberg in Antfeld
Nov. 2015, B.K. und K.K.:
„Probleme DIESER Welt können wir lösen!“